Neue Wanderausstellung im Polizeimuseum

Ausstellung zur Geschichte der Wasserschutzpolizei in Nienburg

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Die Ausstellung ist Barbara Rieggers erstes größeres Projekt für das Polizeimuseum

Nienburg - Von Max Brinkmann. Mit fünfzehn Themen-Tafeln führt die Wanderausstellung, die am Freitagmittag im Polizeimuseum Nienburg eröffnet wurde, durch die Geschichte der Wasserschutzpolizei – von ihren Anfängen im 19. Jahrhundert bis heute.

Günther Heemann, Projektmitarbeiter und Mitglied im Arbeitskreis Wasserschutzpolizei, ist zufrieden: „Meine Enkel haben beim zweiten Entwurf der Ausstellung jede Tafel gelesen und gelobt“, sagt er über die Gestaltung der neuen Wanderausstellung zur Wasserschutzpolizei bei deren Eröffnung. Das spräche dafür, dass „Buten und binnen – die Wasserschutzpolizei und ihre Geschichte“ – so der Name der Ausstellung – auch für Außenstehende interessant ist.

Der Titel „Buten und binnen“, auf Hochdeutsch „draußen und drinnen“, verweist auf die bei der norddeutschen Wasserschutzpolizei gängige Unterscheidung zwischen ihren beiden Einsatzgebieten: den Küstengewässern und den Binnengewässern.

Ehemalige Polizeibeamte halfen mit

 Bereits 2014 entstand die Idee einer Präsentation zum Thema Wasserschutzpolizei. Ab Mai 2016 haben Barbara Riegger, Mitarbeiterin des Polizeimuseums, und Historiker Tobias Deterding sie dann gemeinsam konzipiert. Die Inhalte für die Ausstellung lieferte der Arbeitskreis Wasserschutzpolizei: Günter Heemann, ehemaliger leitender Polizeidirektor der Wasserschutzpolizei Niedersachsen, und Peter Bröhl, ehemals Leiter des Wasserschutzpolizei-Kriminalkommissariats Köln, aus dem Arbeitskreis haben inhaltlich mitgeholfen.

Die Präsentation entstand als Gemeinschaftsprojekt des Polizeimuseums der Polizeiakademie Niedersachsen und des Arbeitskreises Wasserschutzpolizei der deutschen Gesellschaft für Polizeigeschichte. Für das Polizeimuseum war es das erste Projekt, in dem mit ehemaligen Polizeibeamten, die sich in ihrer Freizeit mit Polizeigeschichte beschäftigen, zusammengearbeitet wurde.

Der regionale Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung der Wasserschutzpolizei in Niedersachsen. Zahlreiche Original-Objekte sollen die Geschichte veranschaulichen. Zu diesen zählen unter anderem Uniformteile, Bootsmodelle sowie das originale Bugwappen eines Bootes der Wasserschutzpolizei Niedersachsen von 1954.

Großes Projekt für Barbara Riegger

Außerdem wurde die Ausstellung mit Anekdoten und Zitaten von Wasserschutzpolizisten gespickt. „So können wir den Studenten der Polizeiakademie unsere Geschichte etwas näher bringen“, sagte Dieter Buskohl, Direktor der Polizeiakademie Niedersachsen, als er die Ausstellung eröffnete. Auch Jörg Beensen, Leiter der Wasserschutzpolizeiinspektion der Polizeidirektion Oldenburg, begrüßte die Anwesenden und berichtete von den 3 000 Kontrollen und 200 Schiffsunfällen, um die sich die Wasserschutzpolizei Niedersachsen jährlich kümmert.

„Für mich war es eine Art Feuertaufe, ein Sprung ins kalte Wasser“, erzählt Barbara Riegger. Es war ihr erstes größeres Projekt für das Polizeimuseum und eine große Herausforderung: „Ich hatte vorher keine Berührungspunkte mit der Wasserschutzpolizei. Manche Tafeln wurden sechsmal kontrolliert und verändert, bevor beide Seiten zufrieden waren. Als Dank für ihre Arbeit bekamen sie und Tobias Deterding von Günther Heemann ein Buch geschenkt.

Von Sonntag, 26. März, bis Sonntag, 30. April, ist die Wanderausstellung im Polizeimuseum Nienburg anzusehen. Danach steht sie am 7. Mai beim Tag der offenen Tür der Polizeidirektion Oldenburg bei der Wasserschutzpolizeiinspektion.

Öffentliche Führungen durch die Geschichte der Wasserschutzpolizei gibt es am Donnerstag, 30. März und 27. April, jeweils um 16 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Quelle: kreiszeitung.de

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