Bauausschuss: Vergabeverfahren soll eingeleitet werden

Baumaßnahmen an Verdener Landstraße nicht zurückgestellt

Nienburg - Von Max Brinkmann. Eigentlich sollte es nur noch um die Einleitung des Vergabeverfahrens gehen, doch einige Mitglieder des Bauausschusses zeigten sich unzufrieden mit den bisherigen Planungen. Thema war die Teilerneuerung und Verbesserung der Verdener Landstraße. Unter anderem soll an der Einmündung zur Celler Straße ein Kreisverkehr entstehen. Erste Fördermittel für dieses Projekt hatte die Stadt bereits bekommen.

Karim Iraki (Bündnis 90/Die Grünen) findet die Maßnahmen zwar sinnvoll, würde sie aber lieber zurückstellen. Grund: Die Mitarbeiter des entsprechenden Fachbereichs seien mit anderen Projekten ausgelastet.

„Der Bau des Kreisverkehrs hat keine Dringlichkeit. Es wäre schlauer, ihn zeitgleich mit dem Kreisverkehr an der Arbeitsamt-Kreuzung zu bauen, so belasten wir die Verkehrsituation nur mit einer Baumaßnahme, anstatt mit zwei. Außerdem ist der geplante Radweg an der Verdener Landstraße zu eng“, führte er als weitere Gründe an, die Maßnahme zu verschieben.

Die Breite des Radwegs erwies sich tatsächlich als Problem. Diese war nämlich in den Unterlagen an einigen Stellen mit 1,25 und an anderen mit 1,75 Meter angegeben – je nachdem ob die Pendelrinne mit einberechnet wurde. Dies sorgte für einige Verwirrung.

Auch Detlef Becker (FDP) war mit der bisherigen Planung nicht einverstanden. Bei der jetzigen Verkehrssituation müsse den Radfahrern mehr Raum gegeben werden, so könne gleichzeitig dafür gesorgt werden, dass dort weniger Lkw unterwegs sind.

Appell an die Glaubhaftigkeit

Marcus Veil (CDU) hingegen appellierte an seine Kollegen: „Neuplanungen werfen uns nur zurück und der jetzige Zustand an der Verdener Landstraße ist katastrophal.“ Außerdem sei der Plan bereits beschlossene Sache: „Es geht hier nur noch um das Vergabeverfahren. Wenn wir wieder alles umwerfen, handeln wir nicht glaubhaft. Am Ende springt für alle Bürger eine Verbesserung heraus.“

Hartmut Waschke (SPD) wollte das nicht glauben. Er sieht keine Notwendigkeit für den Kreisverkehr. „Ich habe dort von keinen Unfällen gehört und habe mich auch mit den Anwohnern unterhalten: Die wollen den Kreisel nicht.“

Dem gegenüber stand Torben Franz (Linke). Es müsse etwas getan werden: „Die Kreuzung ist sehr riskant für Radfahrer und Fußgänger.“ Frank Podehl (WG) merkte noch an, dass wenn jetzt nichts unternommen wird, die Baupreise im nächsten Jahr steigen würden.

Auch wenn die Abstimmung knapp war, am Ende wurde dem Rat empfohlen, das Vergabeverfahren für die jetzige Planung einzuleiten.

Rubriklistenbild: © dpa

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