Vom „Matsch-Anleger“ direkt vor die Innenstadt

Nienburg beschäftigt sich mit Schiffsanleger am Weserwall

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Nahe der Fußgängerbrücke könnte neue Anleger entstehen.

Nienburg - Von Leif Rullhusen. Die Stadt Nienburg kann touristisch vor allem mit ihrem historischen Stadtkern und ihrer Lage an der Weser punkten. Bei Letzterem gibt es noch ungenutztes, beziehungsweise bislang vernachlässigtes Potenzial. Das könnte sich bald ändern. In das Dauerthema „Anleger in Innenstadtnähe“ kommt jetzt Bewegung.

Ausflugsschiffe – hin und wieder sogar Flusskreuzfahrer – müssen bisher am Hakenwerder festmachen. Ein wenig attraktiver Anleger auf der von der Innenstadt abgewandten Weserseite, der sich zudem bei Regen in eine matschige Pfützenlandschaft verwandelt. Über einen Anleger am Weserwall direkt neben der Wesertorbrücke, direkt vor Nienburgs „guter Stube“ wird seit vielen Jahren erfolglos diskutiert. 

In der kommenden Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses am Donnerstag, 8. November, ist er Bestandteil der Tagesordnung. Die Aufwertung der Weserpromenade ist ein Schlüsselprojekt der Leitbildentwicklung. Die Weser soll in den Fokus der Bevölkerung und der Touristen rücken. Der ehemalige Stadteingang „Weserstraße“ soll laut eines Verwaltungsvorschlages „neu beplant, entwickelt und aufgewertet werden“. 

Stadt schlägt Bebauungsplan-Aufstellung vor 

Zentraler Punkt dabei: Die Umsiedlung des Schiffsanlegers an die Wiese unterhalb des Weserwalls. „Der heute als Wiesen- und Parkfläche genutzte Bereich nördlich der Wesertorbrücke eignet sich als Schiffsanlegestelle für die Personenschifffahrt der Flotte Weser“, schreibt Nele Winter vom Fachbereich Stadtentwicklung in der Sachdarstellung für den Ausschuss. Die Stadt schlägt die Aufstellung eines entsprechenden Bebauungsplans vor.

Nahe der Fußgängerbrücke könnte neue Anleger entstehen.

 

Aktualität gewann das Projekt in diesem Frühsommer. Die Reederei Flotte Weser verkaufte ihr in der Kreisstadt stationiertes Schiff „Nienburg“ und sucht derzeit eine Nachfolgerin. Bei den Kaufkriterien für ein neues Schiff könnte man die Gegebenheiten des zukünftigen Heimatanlegers bereits berücksichtigen, erklärte Flotte Weser-Mitarbeiter Lothar Stein zu jenem Zeitpunkt das aktuelle Interesse der Reederei an dem Planungsstand hinsichtlich einer neuen Anlegestelle. 

„Flotte Weser“ wünscht sich Anleger 

Seit Jahren gibt es seitens der „Flotte Weser“ den Wunsch, einen innenstadtnahen Anleger für Fahrgastschiffe einschließlich Gastronomie zu bauen. Vielleicht würde die Kreisstadt damit auch als Ziel für Flusskreuzfahrer attraktiver.

Der kommende Stadtentwicklungsausschuss könnte nach Jahren des Stillstands ein erster konkreter Schritt in diese Richtung werden.

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