„Wir werden kämpfen, damit der Club überlebt.“

Keine Party in der Pandemie - "Below" weiterhin geschlossen

Below Nienburg Club Corona 
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Ausgelassene Feierstimmung, wie hier an Heiligabend 2019, wird es im „Below“ vorerst nicht geben.

Nienburg - Von Janina Stosch. Coronabedingt müssen viele Clubs und Diskotheken weiterhin geschlossen bleiben. Auch der Nienburger Club "Below" ist betroffen. 

Viele Menschen auf engem Raum, ausgelassene Stimmung und Alkohol. Party und Pandemie – eine denkbar schlechte Kombination. Während Kinos, Theater und Bars längst wieder geöffnet sind, müssen Clubs und Diskotheken ihre Türen weiterhin geschlossen halten.

„Corona bringt viele Clubbesitzer in Existenznot“, sagt Thanh Nguyen, Geschäftsführer des „Below“ in Nienburg. Seit nun einem halben Jahr gab es keine Veranstaltungen mehr in dem Club an der Langen Straße. Nach dem „Gassenhauer“ im März musste Nguyen seinen Club schließen. Wann und ob er wieder öffnen darf, weiß er nicht.

Keine Konzepte für Clubs und Discotheken

 „Ehrlich gesagt habe ich das bisher auch gar nicht angefragt“, sagt er. Sollte es zu einer Wiedereröffnung kommen, rechnet Nguyen mit „krassen Auflagen“. Zudem gebe es keine zumutbaren Konzepte für Clubs und Diskotheken, die das Feiern auch zu Corona-Zeiten möglich machen könnten. 

Während Feiern im privaten Rahmen wieder erlaubt sind, steht für die Öffnung von Clubs und Diskotheken bisher kein konkretes Datum im Raum. Die Infektionsrisiken seien einfach zu hoch, heißt es seitens der Regierung.

Auf einen reinen Barbetrieb umzuschwenken, kommt für den Geschäftsführer des Belows aktuell nicht in Frage. „Das Below hat den Status einer Versammlungsstätte. Um Barbetrieb anbieten zu können, wäre eine mühselige Umschreibung nötig“, erklärt er. 

Finanzielle Unterstützung habe auch das Below bekommen, doch damit habe man, laut Nguyen, gerade mal einen Monat überbrücken können. „Laufende Kosten müssen eben auch bei Stillstand des Betriebs gezahlt werden.“ 

Auch durch das fehlende Weihnachtsgeschäft oder Veranstaltungen wie das Altstadtfest breche ein großer Teil des Umsatzes weg. „Ich habe auch viel Kontakt zu anderen Clubbetreibern. Einige mussten ihre Betriebe bereits aufgeben.“

Kreativ in der Krise - Marketing-Netzwerk geschaffen

Wie viele andere Clubs und Diskotheken beweist auch das Below-Team in der Krise Kreativität und brachte das „Below-Marketing-Network“ an den Start. 

Das Netzwerk aus Fotografen, Webdesignern, Social Media Spezialisten und Marketing-Experten kümmert sich für Unternehmen um digitale Werbung. „Das Team, bestehend aus den verschiedensten Typen, bündelt dann alle Fähigkeiten für ein bestmögliches Ergebnis. Das Besondere dabei ist, dass man trotzdem nur einen Ansprechpartner hat“, erklärt Nguyen. 

Leben nach Nienburg bringen und den Leuten etwas Gutes tun – das sei die Intention gewesen, als er den Club 2016 übernommen hat. „Wir haben ein Team geschaffen, das Spaß an der Arbeit hat. Natürlich vermissen wir die gemeinsamen Nächte im Below.“ 

Eine dauerhafte Schließung wäre für Nguyen das schlimmstmögliche Szenario. „Wir werden kämpfen, damit der Club überlebt.“

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