Gemeinsame „Wasserrettung“

DLRG und Feuerwehr übten zusammen

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Hand in Hand arbeiteten die DLRG und die Feuerwehr Nienburg zusammen.

Nienburg - Von Marc Henkel. Sommerzeit – Badezeit. Auch wenn das Wetter derzeit nicht Jedermann ins Wasser treibt, so können steigende Temperaturen so manch einen in das kühle Nass locken. Wer dabei nicht auf Bade- und Verhaltensregeln achtet, spielt schnell mit seinem Leben.

Im Jahr 2016 kamen in Deutschland 537 Personen beim Baden ums Leben – 58 davon in Niedersachsen. Die Gründe hierfür sind vielfältig: Selbstüberschätzung, Alkohol, Unkenntnis über die örtlichen Begebenheiten, um nur einige Beispiele zu nennen. Auch die Anzahl der Nichtschwimmer steigt von Jahr zu Jahr.

Für die Freiwillige Feuerwehr Nienburg war dies Anlass genug mit der DLRG-Ortsgruppe Nienburg einen gemeinsamen Übungsabend unter dem Stichwort „Wasserrettung“ durchzuführen.

Für bessere Zusammenarbeit geübt

Bei der gemeinsamen Übung, die am Montagabend an einem Nienburger See stattfand, wurde die Zusammenarbeit zwischen den beiden Hilfsorganisationen geübt. Angefangen von den Einsatzvorbereitungen über das gemeinsame Zusammenwirken bis hin zur Führungsebene galt es eine gemeinsame und effektive Linie zu finden.

Zu Wasser sucht die DLRG mit einem Boot und Tauchern nach weiteren vermissten Personen.

Für die Feuerwehr stellt sich jedoch die Lage eingangs anders da. Für die erst eintreffenden Kräfte lautete die Meldung Flächenbrand. Nach einer ersten Erkundung stellte sich heraus, dass es bei einer Grillfeier zu einer Explosion gekommen ist. Einige Grillgäste seien panisch ins Wasser gesprungen. Nachdem klar war, das dringend Rettungsboote benötigt werden, ließ die Feuerwehr das DLRG nachfordern.

Guter Einblick

Mit zwei Feuerwehrbooten und der Wasserrettungsgruppe der DLRG (bestehend aus einer Taucherstaffel und einer Bootsstaffel) wurden die „Verletzten“ aus dem Wasser gerettet. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr suchten im nahen Uferbereich nach weiteren möglichen Verletzten und betreuten die geretteten Personen.

Insgesamt war die Übung für alle Beteiligten ein guter Einblick in die Arbeit einer anderen Hilfsorganisation. Kleinere Fehler sollen bei zukünftigen gemeinsamen Übungen abgestellt werden.

Rettungskräfte sofort alarmieren

Im Ernstfall sollten Zeugen eines Badeunfalls keine Zeit verlieren und umgehend den Notruf wählen. Wichtig ist, gerade bei Badeunfällen an Seen, die genaue Lage anzugeben, damit die Rettungskräfte schnell vor Ort sind. Die Leitstelle würde dann die zuständige Feuerwehr, den Rettungsdienst sowie die DLRG alarmieren.

Wichtige Tipps zum Baden an Seen und Flüssen können auf der Homepage der DLRG unter www.dlrg.de abgerufen werden.

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