Zwei Tage non-stop sichten, rechnen, abgleichen

DVGW hat Energiemanagement des Kreisverbands für Wasserwirtschaft rezertifiziert

Wassermeister Thorsten Edel, Anlagenverantwortlicher Carsten Lückemeier, Abteilungsleiter Joachim Oltmann und Auditor Dr. Peter Brocks an den Pumpen im Wasserwerk Blockhaus (v.l.).

Nienburg - Das Energiemanagement des Kreisverbands für Wasserwirtschaft entspricht der Norm; die Ergebnisse spiegeln effiziente Prozesse und den sinnvollen Einsatz moderner Technik wieder. Zu diesem Ergebnis kommt der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfachs (DVGW) nach einer zweitägigen Untersuchung.

Das Energiemanagement des Kreisverbands ist bereits seit drei Jahren zertifiziert. Die jetzt abgeschlossene Prüfung durch den DVGW als Normengeber der Wasserwirtschaft fand im Rahmen der angestrebten Re-Zertifizierung statt. „Energiemanagement bedeutet etwas anderes als Energie sparen“, verdeutlicht Auditor Dr. Peter Brocks: „Beim Energiesparen baue ich eine neue Pumpe ein oder eine LED-Beleuchtung und freue mich, dass ich weniger Energie verbrauche. Energiemanagement setzt eine solide Datengrundlage voraus, auf der ich Vorgaben und Ziele des Energieverbrauchs in einzelnen Bereichen und insgesamt vergleiche und entsprechend handele.“

„Der Kreisverband nimmt das Thema Energie sehr ernst“, betont Joachim Oltmann, Abteilungsleiter Wasserversorgung beim Kreisverband. „Zur Vorbereitung eines auf unsere Situation zugeschnittenen Managementsystems haben wir unter anderem mit der TU Dresden zusammengearbeitet.“ 

Zur Rezertifizierung nahm Dr. Brocks zwei Tage lang sämtliche Anlagen aus dem Trinkwasserbereich des Kreisverbands unter die Lupe, verglich Kennzahlen mit Planzahlen und tatsächlichen Ergebnissen. „Viel Fahrerei, Rechnerei und Aktenstudium, aber es hat sich gelohnt“, bilanziert Ingenieur Oltmann die vergangenen Tage.

Dass der Kreisverband alles richtig gemacht hat, bringt nicht nur eine weitere Urkunde fürs Büro. Joachim Oltmann: „Die ökologische Relevanz konsequent effektiver Energienutzung liegt ja auf der Hand. Auf der ökonomischen Seite profitieren wir von einer Teil-Rückerstattung der Stromsteuer und eben geringeren Energiekosten. Und das ist wichtig für unsere Kunden, die Gremien und unsere Partnerunternehmen.“

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