In der Hannoverschen Straße

Falsche Polizeibeamte tätigen 15 Anrufe

Nienburg - Wieder mal waren in Nienburg "falsche" Polizeibeamte unterwegs. Am Mittwochnachmittag, 7. März, klingelte bei einer Reihe von vornehmlich älteren Personen, alle in der Hannoverschen Straße wohnhaft, das Telefon.

Den Ermittlern der Polizei liegen 15 Aussagen von Bewohnern der Hannoverschen Straße vor, die schilderten, dass sie am Mittwochnachmittag bis in die frühen Abendstunden von angeblichen Polizeibeamten angerufen worden seien. In den Telefonaten versuchten die teilweise nicht sehr gut deutsch sprechenden Anrufer, die Bewohner auszufragen. Meistens ging es bei den Nachfragen um Wertsachen und Geld, die man in der Wohnung habe, beziehungsweise wann niemand zuhause sei. 

Die Betrüger wandten bei den Anrufen das sogenannte "Call ID Spoofing" an, mit dem man auf dem Telefondisplay des Angerufenen jede beliebige Nummer anzeigen lassen kann. Sie ließen eine Nummer anzeigen, die nahezu identisch mit der Telefonnummer der Polizei Nienburg war. 

Polizei zeigt Präsenz

Nach den ersten Hinweisen auf solche Anrufe verstärkte die Polizei in der Kreisstadt die Bestreifung insbesondere in der Hannoverschen Straße. Dabei wurden vornehmlich erkennbare Funkstreifenwagen eingesetzt, um die Präsenz der Polizei auch zu zeigen." Glücklicherweise ist niemand auf die Masche hereingefallen", sagt Axel Bergmann, Sprecher der Polizeiinspektion." "Wir möchten noch einmal vor diesen und ähnlichen Betrugsversuchen warnen. Die Polizei fragt niemals am Telefon solche oder andere persönliche Daten ab. Die Polizeibeamten erscheinen bei Zeugen, Geschädigten oder anderen Ermittlungen persönlich bei den Menschen und weisen sich aus. Sollte dann immer noch Unsicherheit herrschen, rufen Sie bitte Ihre Polizei an, im Zweifelsfall auch über den Notruf 110", so seine Vorbeugungstipps.

Rubriklistenbild: © picture alliance / Marc Müller/d

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