Anzeige - Viele Höhepunkte in der Vereinsgeschichte  

25 Jahre 1. TSZ Nienburg - Ein Vierteljahrhundert Leidenschaft fürs Tanzen

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In ihren schwarz-weißen Kleidern und Anzügen sorgten die TSZ-Tänzer zur Musik von Michael Buble für Gänsehaut in den Hallen. 

Nienburg - Zum 25-jährigen Jubiläum blickt das 1. Tanzsportzentrum Nienburg auf die vergangenen Jahre zurück. 

Wenn Rainer Bormann auf das Jubiläum des 1. Tanzsportzentrums Nienburg (TSZ) angesprochen wird, hält er kurz inne. Es ist für den Trainer kaum vorstellbar, dass sein „Baby“ jetzt schon 25 Jahre alt ist. „Es kommt mir vor, als wäre es gestern erst losgegangen. Dabei ist so viel in der Zeit passiert“, sagt Bormann, der besonders gerne an Höhepunkte der Vereinsgeschichte wie den ersten Aufstieg in die 2. Bundesliga im Jahr 2007 oder die Erfolgssaison 2015 zurückdenkt.

Dass er einmal auf solch große Erfolge von starken Nienburger Teams zurückblicken würde, hätte Rainer Bormann vor über 25 Jahren wohl nicht gedacht. Nicht nur erfolgreiche Lateinformationen hat der Verein hervorgebracht. Auch einzelne Paare haben Titel nach Nienburg geholt und das TSZ geprägt. Zudem besteht bereits seit 20 Jahren die Balletsparte, in der Vivian Lai noch immer mit viel Engament Nachwuchstänzerinnen ausbildet.

Angefangen hat alles in der ehemaligen Tanzschule von Uschi Braun: Dort hat Bormann nach seiner eigenen aktiven Zeit als Tänzer in der Nienburger Innenstadt eine Hobbygruppe übernommen. Show-Formationstänze wurden eingeübt und präsentiert. Doch der ausgebildete Tanzsporttrainer und Wertungsrichter sowie seine Schützlinge wollten mehr. Sie wollten auf Turnieren ihre Formationen zeigen und an den Wettbewerben teilnehmen.

Aus dieser Idee ist schließlich das TSZ entstanden. Mit sieben Mitgliedern wurde am 21. Februar 1994 der Verein gegründet, der ihnen den Weg zum Turniertanz bereitete. Kaum ein Jahr später stand der erste Wettbewerb an: Mit ihrer Choreografie zum Thema „Disney“ ging das Team in Bremen an den Start – und schaffte es auf Anhieb ins Finale. Platz fünf in der Landesliga war schließlich der Lohn für das Engagement der jungen Gruppe.

Weitere Erfolge kamen im Laufe der Jahre hinzu. Am 5. Mai 1996 holte das Team den ersten Turniersieg in der Landesliga. Im Juni 1999 folgte der Aufstieg in die Oberliga. Für diesen Erfolg erhielt das TSZ sogar den Titel „Sportmannschaft des Jahres“ im Landkreis Nienburg und war damit die erste Lateinformation, die sich dieses Prädikat sicherte.

Im Jahr 2001 ging es dann weiter in die Regionalliga. Immer professioneller und anspruchsvoller wurde das Training. Das zahlte sich aus. Unterstützt wurde Rainer Bormann dabei von Erfolgstrainer Uwe Wartjes sowie von den späteren Weltmeister-Trainern Roberto und Uta Albanese vom Grün-Gold Club Bremen. Es entstand eine Freundschaft, die bis heute hält. Das Trainerteam tauschten sich aus und entwickelten gemeinsam Choreografien. Etwa die Musik zur Erfolgschoreo „Crazy in Latin“ war ein Ergebnis dieser Zusammenarbeit und ermöglichte dem TSZ den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Auch das Stück „Move“ war eine erfolgreiche Kooperation.

TSZ-Tänzer erinnern sich 

Sonja Foster, die mit mehr als 100 getanzten Turnieren die meisten Tänze für das TSZ aufs Parkett gelegt hat, war von Anfang an dabei. Nach den Kursen in der Tanzschule begeisterte sie sich schnell für die Lateinformation und ist bis heute immer noch aktiv dabei. „Einmal TSZ, immer TSZ“, sagt Foster. Besonders in Erinnerung sind ihr immer noch die Aufstiege und die dazugehörigen Parties. Auch das Teamgefühl beim TSZ weiß Foster sehr zu schätzen.

 

Tina Quirin war nach einem der ersten Auftritte der Lateinformation so begeistert, dass sie selbst kurze Zeit später mit dieser übers Parkett wirbelte. Quirin unterstützte das TSZ jedoch nicht nur jahrelang als Tänzerin, sondern auch als Trainerin und entwickelte die Choreographie zu „Crazy in Latin“ mit. Auch wenn sie nicht mehr in der Formation mitwirkt, hat die Zeit beim TSZ sie sehr geprägt. „Ich besuche immer noch regelmäßig den Tanzkeis mit meinem Mann und wenn im Fernsehen die Tanz-WM läuft zuckt es auch bei mir noch in den Füßen“, sagt Quirin.

Steffen Fitzpatrick gehört zu den Gründungsmitgliedern des TSZ. Er begann in der anfänglichen Show-Formation und feierte mit der Lateinformation große Erfolge. Ein Meilenstein war für ihn der Aufstieg in die 2. Bundesliga. „Das war schon etwas besonderes“, sagt Fitzpatrick. Mittlerweile sieht der „alte Hase“ sich selbst eher als Funktionär im Hintergrund. Als Turnierleiter moderiert er durch Turniere und auch als Trainer assistiert er gelegentlich. „Das Vertrauen, was mit hier beim TSZ entgegengebracht wird ist einfach toll“, sagt Fitzpatrick.

Zahlreiche Weltmeister aus TSZ-Talentschmiede

Stolz ist Bormann heute darauf, dass auch zahlreiche Tänzer des TSZ mit dem Grün-Gold Club Bremen Weltmeister wurden. Diese sind etwa aus beruflichen Gründen in die Hansestadt gezogen oder wollten sich tänzerisch noch weiter entwickeln. „Eigentlich tut es weh, wenn man gute Leute verliert. Aber in Bremen hatten und haben sie die Möglichkeit, Weltmeister zu werden und das sehe ich auch als Erfolg für das TSZ“, sagt der Trainer. Erst im vergangenen Jahr hat es sein ehemaliger Schüler Jan Frost aufs Treppchen bei der Weltmeisterschaft geschafft.

Daher fördert Bormann auch weiterhin gerne neue Talente. Unterstützt wird er dabei von Elsa Hogendorn und Pascal Küttner, die als Trainer der aktuellen Lateinformation aktiv sind. Beide haben in Bormanns Bundesliga-Team getanzt und geben ihr Wissen nun an die nächste Tänzergeneration weiter. Beim anstehenden Turnierwochenende am kommenden Samstag und Sonntag, 27. und 28. April, soll die Arbeit Früchte tragen. Dann tanzt das TSZ-Team um den Aufstieg in die Regionalliga.

Haben die Lateinformation gemeinsam trainiert (von links): Uta Robernese, Rainer Bormann und Roberto Albanese

 „Für all das, was wir in den vergangenen 25 Jahren erreicht haben, bedanke ich mich herzlich bei allen, die daran beteiligt waren“, sagt Rainer Bormann und richtet sich damit an aktive sowie passive Vereinsmitglieder sowie Eltern, Angehörige, Fans und Sponsoren. „Ohne all diese Unterstützer hätten wir das nicht geschafft.“

Ein wichtiger Teil des Erfolgs war auch die gute Zusammenarbeit mit den ehemaligen und aktuellen Vorstand. Gemeinsam haben alle Beteiligten auch dazu beigetragen, dass das TSZ durch eine familiäre Atmosphäre geprägt und über die Landesgrenzen hinaus bekannt sei. Und so soll es auch am kommenden Turnierwochenende wieder heißen: „Einer für alle, alle für einen.“

Klickt euch hier durch einige Jahre Tanzgeschichte beim 1. TSZ Nienburg. 

Tanzsportwochenende in Nienburg 

Das 1. Tanzsportzentrums Nienburg (TSZ) richtet am Samstag und Sonntag, 27. und 28. April, ein Turnierwochenende in der MTV Sporthalle am Nordertorstriftweg in Nienburg aus. Auf dem Programm stehen mehrere Tanzsport-Wettbewerbe.

Los geht’s am Samstag ab 14 Uhr mit dem finalen Ligaturnier in der Regionalliga Nord Standard. Im Anschluss treten die Teams der Oberliga Nord Latein zum letzten Turnier der laufenden Saison an. Dann kann der TSC Blau-Gold Nienburg seine Saison perfekt machen. In vier Turnieren haben sich die Nienburger viermal auf Platz eins getanzt – damit steht dem Aufstieg in die Regionalliga nichts mehr im Weg. Ein erneuter Sieg wäre dennoch ein toller Erfolg. Damit hätte das Team auch die Chance am Sonntag bei Aufstiegsturnier zur 2. Bundesliga anzutreten.

Fest bei einem Aufstiegsturnier dabei ist das Team des Ausrichters TSZ. Ab 12 Uhr geht es darum, ob die Nienburger den Sprung aus der Landesliga in die Regionalliga schaffen. Durch eine Umstrukturierung fällt die bisherige Oberliga ab der kommenden Saison weg.

Für die Zuschauer gibt es neben spannenden Wettbewerben und tollen Choreografien auch Kaffee und Kuchen.

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