Veranstaltung zum Equal Pay day 

Frauenflohmarkt mit Botschaft

Nienburg - Ein Raum für Frauen, in dem sie sich austauschen und verbinden können. Das ist der Frauenflohmarkt, den Samar El-Saadi bereits zum vierten Mal in Nienburg organisiert. Mit Hilfe der städtischen Gleichstellungsbeauftragten Sarah Peters ist es ihr möglich am Samstag, 17. März, zwischen 10 und 13 Uhr zu diesem Event erstmals ins Nienburger Rathaus einzuladen.

Gerne unterstützt Peters dieses Angebot, das sich speziell anFrauen richtet – bei dem aber auch Männer willkommen sind. „Es ist wichtig, solche Orte zu schaffen, da Frauen anders netzwerken als Männer“, erklärt sie. Solche Aktionen bieten die Möglichkeit, ins Gespräch zu kommen. Und ein relevantes Gesprächsthema geben die Organisatorinnen allen Besucherinnen an diesem Samstag an die Hand: Einen Tag vor dem Equal Pay Day, wollen sie auch auf den Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen aufmerksam machen. Der 18. März markiert symbolisch den geschlechtsspezifischen Entgeltunterschied, der laut Statistischem Bundesamt aktuell 21 Prozent in Deutschland beträgt. Umgerechnet ergeben sich daraus 77 Tage, die Frauen umsonst arbeiten. Anders gesagt: „Männer könnten sich mehr als zwei Monate zurücklehnen und würden dennoch das gleiche verdienen wie Frauen“, erklärt Peters.

Das sei so in Nienburg ebenso wie im Rest Deutschlands, das im EU-Vergleich ein Schlusslicht in Bezug auf die gleiche Bezahlung der Geschlechter ist. Auch El-Saadi unterstützt diesen bedeutsamen Tag. „Ich finde es einfach unfair, dass Männer in unserer Gesellschaft mehr verdienen“, sagt sie.

Glücklich sind beide Frauen schon jetzt über das große Interesse an dem Markt. An rund 40 Ständen darf gestöbert werden. Noch einmal so viele Interessentinnen haben sich bei El-Saadi gemeldet. Gerne hätte sie allen einen Stand vermittelt, doch auch das Rathaus-Foyer hat seine Grenzen. Bereits im früheren Veranstaltungsort, dem Sprotte in der Lehmwandlung, wurde der Platz zu klein.

Auch Kaffee und Kuchen wird es geben. Mit dem Erlös soll die Gleichstellungsbeauftragte unterstützt werden. Viel Arbeit für El-Saadi, die das Projekt ehrenamtlich betreut. Die Resonanz motiviert sie: „Das Feedback treibt mich an. Wir haben viel Spaß bei den Flohmärkten und so soll es weitergehen.“

jom

Rubriklistenbild: © Symbolbild - JörgBrinckheger/pixelio

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