Für seefahrende Soldaten sehr wichtig

Freibad in Clausewitz-Kaserne eröffnet

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Karsten Burgdorf (links) und Thorsten Krone probieren die Startblöcke aus. 

Langendamm - Von Max Brinkmann. Die ersten Kameraden machten bereits ihre Schwimmübungen, als das Freibad am heutigen Nachmittag offiziell eröffnet wurde. Für die Clausewitz-Kaserne und ihre Soldaten endete damit ein langwieriges Hin-und-her.

„Vor drei Jahren“, begann Hauptmann Karsten Burgdorf, „bekam ich die Nachricht, dass wir das Freibad Ende 2014 schließen müssen, da es den Standards nicht mehr genügt“. Eine Sanierung der Bundeswehr-Freibäder sei auch nicht gewollt, lautete die Antwort aus Hannover. 

Burgdorf blieb aber dran und das zahlte sich aus: Im Februar stand die Sanierung fest. Zudem durfte die Kaserne das Bad 2015 noch einmal öffnen. Währenddessen lief schon die Planung für die Sanierung. Nach einem Baustopp wegen zu geringerer Temperaturen im vergangenen Winter konnte das neue 15-mal-25 Meter große Becken eingeweiht werden. Das Wasser ist von 1,08 bis zu 3,20 Meter tief.

Freibad sehr wichtig für Kaserne

Christine Rhein, Leiterin des Bundeswehrdienstleistungszentrums, freute sich darüber, dass die Attraktivität des Standorts gestiegen ist. Am meisten profitieren jedoch die seefahrenden Soldaten der Kaserne. Für sie sind einige Übungen auf dem Wasser essenzieller Bestandteil der Ausbildung. 

Bisher mussten sie dafür immer extra nach Schleswig-Holstein fahren. Jetzt seien solche Übungen auch gemütlich in Langendamm absolvierbar. Außerdem wird – wie schon früher – die Polizeiakademie Nienburg das Bad nutzen.

„Auch für die Gesundheit der Soldaten ist es gut, dass wir wieder ein Freibad haben“, sagte Oberstabsarzt Dr. Alexander Kaltenborn. „Schwimmen ist sehr gelenkschonend“, betonte er. „Außerdem ist nun alles praktischer und schneller zu erreichen“, fügte Oberstleutnant Markus Messelhäußer den Ausführungen der anderen hinzu.

Mehr Investitionen

An der Umsetzung der Baumaßnahme waren acht Handwerksbetriebe und Baufirmen aus den Regionen Mittelweser, Hannover und Celle beteiligt. Horst Watzlawczyk, Vertreter des staatlichen Baumanagements bedankte sich für die gute Zusammenarbeit.

Burgdorf wies darauf hin, dass bis Ende 2020 Investitionen von 27 Millionen Euro in der Kaserne geplant sind. Diese werden für Neu-, Sanierungs- und Umbauarbeiten an einigen Gebäuden eingesetzt.

Da das Wetter mitspielte und die Sonne schien, durften Hauptmann Burgdorf und Fregattenkapitän Thorsten Krone am Ende der Eröffnung baden gehen.

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