Gericht konnte Auseinandersetzung nicht aufklären

Gaststättenbesuch endet im Krankenhaus

Nienburg - Von Andreas Wetzel. Das Nienburger Amtsgericht beschäftigte sich gestern mit dem Streit zwischen zwei Frauen, der im Krankenhaus endete. Die beiden ehemalige Freundinnen suchten im Februar 2017 jeweils mit einer Personengruppe eine Gaststätte in Nienburg auf, um Geburtstage zu feiern.

Da die beiden Frauen mittlerweile nicht mehr befreundet sind, es im Gegenteil zu offener Feindschaft kam, beäugte man sich zunächst eine gewisse Zeit argwöhnisch. Nachdem dann ein wenig Alkohol genossen wurde, kam es zu einer Auseinandersetzung, die darin gipfelte, das einer 27-jährigen Frau aus Haßbergen ein Glas an den Kopf geworfen wurde, sodass sie eine tiefe Platzwunde und eine Gehirnerschütterung erlitt. 

Diese Verletzung sei ihr von ihrer ehemaligen Freundin, einer 27-jährigen Nienburgerin, beigebracht worden, behauptete die Geschädigte vor Gericht. Während der Verhandlung wurden vier Zeugen vernommen. Trotzdem konnte das Tatgeschehen nicht aufgeklärt werden. Es stellte sich heraus, dass die Schwester der Angeklagten sowie eine Freundin der Geschädigten ebenfalls in die Auseinandersetzung eingegriffen hatten und verletzt wurden. Letztlich konnte das Geschehen nicht zweifelsfrei aufgeklärt werden. 

Täter-Opfer-Ausgleich

Auf Vorschlag der Staatsanwaltschaft wurde ein Täter-Opfer-Ausgleich angeregt. Dieser besagt, dass es zu einem Ausgleich zwischen den Kontrahenten kommt und nach dem Ausgleich auf eine Bestrafung verzichtet werden kann.

Nach intensiver Beratung der Verletzten mit ihrem Rechtsanwalt sowie der Angeklagten mit ihrer Anwältin wurde der Täter-Opfer-Ausgleich angenommen mit der Auflage, dass sie ihrer ehemaligen Freundin und Geschädigten ein Schmerzensgeld in Höhe von 1000 Euro zahlt. Alle an der Schlägerei beteiligten Personen mussten sich seinerzeit im Krankenhaus ärztlich behandeln lassen.

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