Gesponserte Unterrichtsstunden

Schwimmkurse bringen Sicherheit und verbinden

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Da hat Hans-Jürgen Meyer (rechts) gerne selbst vorbeigeschaut: Der erste durch seine Spenden finanzierte Schwimmkurs ist im Wesavi unter der Leitung von Sylvia Kuhlenkamp-Meinking gestartet.

Nienburg - Hans-Jürgen Meyer hat genug davon, aus den Medien zu erfahren, dass wieder ein Kind ertrunken ist. „Das muss man nicht lesen“, findet der Senior und setzt sich daher dafür ein, dass auch Kinder aus finanziell nicht gut situierten Familien Schwimmen lernen.

In dieser Woche hat daher der erste Schwimmkurs im Nienburger Schwimmbad Wesavi begonnen, der mit Meyers Unterstützung finanziert wurde. Voll motiviert sind die Teilnehmer dabei gewesen, die sich herzlich bei Meyer für diese Möglichkeit bedankt haben. Einer der Schüler war zuvor noch nie in einer Badeanstalt. „Das ist doch kein Problem, wir zeigen dir, wie das hier läuft“, nahm Schwimmmeisterin Sylvia „Sille“ Kuhlenkamp-Meinking ihrem Schützling die Angst.

Los ging die Lehrstunde für alle Schwimmanfänger erst einmal am Beckenrand. Dort wurde sich gemeinsam an das Wasser gewöhnt. Auch die ersten Übungen wurden dort gemeistert. Besonders viel Spaß hatten die Kinder beim Strampeln mit den Beinen. Ordentlich spritzte das Wasser dabei über das Kursbecken – so sehr, dass auch Hans-Jürgen Meyer etwas nass wurde. Kein Problem für den Nienburger, der sich einfach freut, dass es nun losgeht. Für diesen Zweck gespendet hatte er Geldgeschenke, die er zu seinem 70. Geburtstag erhalten hat. 3300 Euro kamen so zusammen.

Meyer hat selbst im alten Nienburger Schwimmbad im Alter von zehn Jahren das Schwimmen gelernt. Er findet es sehr wichtig, Kindern diese Fähigkeit mitzugeben. Außerdem sieht er im gemeinsamen Schwimmen auch einen sozialen Aspekt. Nicht nur bei den drei Schwimmkursen für insgesamt 31 Kinder, die er durch seine Spende ermöglicht hat, entsteht ein Treffpunkt. Auch Schwimmbäder oder Seen seien soziale Orte. Wer nicht Schwimmen kann, gehe dort eher nicht hin – oder setze sich einer Gefahr aus, gibt Meyer zu bedenken. 

Unterstützt wurde der Nienburger bei der Aktion von Silke Nauenburg, die bei der Stadt im Fachbereich Bildung Soziales und Sport arbeitet. Durch sie wurde in Schulen und Kitas auf das Angebot aufmerksam gemacht. Mit Erfolg: „Nach drei Tagen waren alle Plätze weg“, berichtet Nauenburg. Da der Bedarf groß sei, hoffen alle Akteure nun auf Nachahmer, die gesponserte Schwimmkurse ermöglichen.

jom

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