Die ersten Mitarbeiter wurden geimpft

Impfstart in den Helios Kliniken Mittelweser 

Ein junger Mann wird geimpft
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Mitarbeiter Bennet Schütz aus der Notaufnahme lässt sich von Klinikhygieniker Dr. JanPeter Peczat impfen

Nienburg - Es ist soweit, einhundert Impfdosen gegen das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 sind heute in den Helios Kliniken Mittelweser angekommen. Das mobile Team des Impfzentrums des Landkreises Nienburg impft nun mit Unterstützung der Klinik die ersten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Als Erstes sind die Bereiche an der Reihe, wo ein Kontakt zu am Coronavirus erkrankten Patienten am wahrscheinlichsten ist. 

Nach Eintreffen der ersten einhundert Impfdosen gegen das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 machte sich das mobile Team des Impfzentrums des Landkreises Nienburg auf den Weg, um die ersten Kolleginnen und Kollegen zu impfen. Unterstützt wurden sie durch Klinikhygieniker Dr. Jan-Peter Peczat und weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Klinik.

„Ich bin sehr glücklich, dass wir unseren Kolleginnen und Kollegen die Impfung anbieten und sie damit noch mehr schützen können. Dies ist ein Meilenstein in der Bekämpfung der Pandemie“, so Klinikgeschäftsführer Thomas Clausing. „Hier gilt unser besonderer Dank auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Landkreises. Gemeinsam haben wir in den zurückliegenden Tagen alle Prozesse so vorbereitet, dass die Impfdosen unverzüglich verimpft werden können.“

In der vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) erlassenen CoronavirusImpfverordnung (CoronaImpfV) sowie der Empfehlung der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO) ist eine Priorisierung von bestimmten Personengruppen bei der Impfung vorgesehen. „Die Helios Kliniken Mittelweser orientieren sich bei der Reihenfolge der Mitarbeiter-Impfungen an den jeweils geltenden Verordnungen“, so Clausing.

Als Erstes sind entsprechend die Bereiche an der Reihe, wo ein Kontakt zu am Coronavirus erkrankten Patienten am wahrscheinlichsten ist – das heißt Zentrale Notaufnahme, COVID-19-Station und Intensivstation. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Geriatrie stehen ebenfalls oben auf der zeitlichen Liste und werden entsprechend zügig geimpft, sobald die nächsten Impfdosen vorliegen. „Doch auch alle anderen Mitarbeiter, die eine Impfung wünschen, werden diese erhalten, zuerst natürlich diejenigen, die im direkten Patientenkontakt stehen“, betont der Geschäftsführer. 

Impfzentren in Niedersachsen wurden mit jeweils 975 Dosen beliefert

Auch die Impfzentren in Niedersachsen, die dem Land in der letzten Woche noch nicht gemeldet hatten, dass sie startbereit sind, werden im Laufe des Tages mit jeweils 975 Dosen des Impfstoffs beliefert.

„Es ist wichtig, dass jetzt alle Landkreise und kreisfreien Städte mit den Impfungen in den Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern beginnen. Die Impfungen werden uns allen den Weg aus der Pandemie ebnen, dafür sind aber noch deutlich mehr Impfdosen nötig, als bisher zur Verfügung stehen“, so Gesundheitsministerin Dr. Carola Reimann.

Insgesamt sind damit landesseitig mehr als 50.000 Dosen an die Impfzentren ausgeliefert, rund 10.000 stehen in dieser Woche noch für Nachlieferungen bereit.

„In dieser Woche werden dann alle in Niedersachsen für die Erstimpfung zur Verfügung stehenden Dosen verimpft sein“, so die Ministerin. „Es gibt bundes- und europaweit ein Problem mit der verfügbaren Menge des Impfstoffs, nicht mit der Impfstruktur. Mit der Infrastruktur, die im Land aufgebaut wurde, können wir noch deutlich mehr verimpfen. Niedersachsen steht aber ausdrücklich hinter der gemeinsamen Beschaffung des Impfstoffs durch die EU. Ein Wettbewerb unter den EU-Ländern wäre mit den Grundgedanken europäischer Solidarität nicht vereinbar gewesen.“ 

Nächste Lieferung am 8. Januar

Schon am 30.12. hatte Niedersachsen 15.000 Dosen weniger als angekündigt erhalten, eine Lieferung über 63.000 Dosen entfiel sogar komplett. Die nächste Impfstofflieferung für Niedersachsen über 63.000 Dosen wurde vom Bund für den 8. Januar angekündigt. Diese Lieferung war ursprünglich für den 11. Januar avisiert, sie ist jetzt vorgezogen worden. Danach soll erst wieder am 18. Januar Impfstoff eintreffen.

Die Ministerin bittet vor allem die hochbetagten Menschen, die nicht in einem Alten- oder Pflegeheim leben, noch um Geduld: „Ich habe großes Verständnis für den Wunsch nach einer zügigen Impfung. Allein in Niedersachsen leben 800.000 Menschen, die nach der Priorisierung schon heute impfberechtigt sind. Knapp die Hälfte aller Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus sind jedoch in den Alten- und Pflegeheimen zu beklagen. Angesichts der massiven Knappheit des Impfstoffs legen wir unseren Schwerpunkt deshalb ganz bewusst auf die Bewohnerinnen und Bewohner sowie die Beschäftigten in diesen Einrichtungen. Dazu sind in allen Landkreisen und Städten mobile Impfteams im Einsatz.“

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