Einfahrt zur Innenstadt beschäftigt Politik 

Nienburg: Neue Runde für Brückengeländer

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In die Jahre gekommen sind die Brücke samt Geländer über den Meerbach. Eine nötige Sanierung soll zeitgleich auch diesen Bereich aufwerten – ein einfaches Geländer aus Aluminium soll es nicht wieder geben.

Nienburg - Von Johanna Müller. Es geht nicht nur um die Sanierung einer Brücke, sondern um die Aufwertung des Eingangsbereichs zur Nienburger Innenstadt. Das hat Bürgermeister Henning Onkes am Dienstag versucht, seinen Ratskollegen deutlich zu machen.

Mal wieder wurde über die Auto- und Fußgängerbrücke über den Steinhuder Meerbach im Verlauf der Leinstraße diskutiert. Erst in der Woche zuvor hatte sich der Bauausschuss erneut dagegen entschieden, dort ein Glasgeländer bauen zu lassen. Stattdessen hatten sich die Politiker für eine Barriere aus sogenannten Aluminium-Füllstäben ausgesprochen. 

Dass diese Lösung wenig ansprechend für solch einen Ort ist, hat im Rat nicht nur der Bürgermeister zum Ausdruck gebracht, der selbst die Glas-Variante favorisiert. Dirk Wojahn (CDU) findet beide Vorschläge unpassend: „Die Geländer sind unterirdisch“, sagte der Ratsherr. Er schlug vor, über gusseiserne, eventuell historisierte Varianten nachzudenken. Damit traf der Nienburger einen Nerv.

„Wir haben es uns im Bauausschuss einfach gemacht und wollten nur das Glas nicht, weil durch Beschmutzung hohe Folgekosten entstehen würden“, gestand Friedrich Käse (CDU). Also blieb nur die Alternative aus Alu. Daher schließt sich Käse seinem Parteifreund an und würde gerne eine schönere Alternative finden. Auch Hans-Peter Rübenack (CDU) sieht in einer erneuten Beratungsrunde eine Chance und schlug daher vor, über die Neugestaltung des Geländers noch einmal nachzudenken. Dem stimmten einige Ratsmitglieder parteiübergreifend mit einem Klopfen zu.

Auch der Sprecher der Grünen, Peter Schmidthüsen, schloss sich seinen Vorrednern an. „Das Tor zur Stadt wird nicht genügend gewürdigt“, findet er. Daher sollten sich die Gremien mehr Mühe geben und mehr Zeit nehmen, um eine passende Lösung zu finden. Und auch wenn das Glasgeländer weiterhin wenige Fürsprecher im Rat hat, begrüßte der Bürgermeister die Entwicklung der Diskussion. „Ich finde die Anregungen ausgesprochen gut. Mir geht es um die Wertschätzung des Ortes“, sagte er.

Der Bauausschuss wurde schließlich damit beauftragt, erneut über die Gestaltung des Geländers zu beraten. Der Sanierung der Brücke wurde schon jetzt zugestimmt – jedoch unter Vorbehalt. Denn sollten die Bauarbeiten beginnen, wird der städtische Busverkehr über die Wallanlagen umgeleitet. Das haben die Politiker trotz Protestes der Grünen und Linken mehrheitlich mit 17 zu 13 Stimmen entschieden. Außerdem gab es zwei Enthaltungen. Nach der Maßnahme soll die Sanierung des Walls vom Kommunalen Schadensausgleich (KSA) finanziert werden – so die Idee. Ob das klappt, werde jetzt noch geprüft, erklärte der Bürgermeister, der selbst vorschlug, den Beschluss unter Vorbehalt zufassen. Nur wenn der KSA auch zahlt, ist dieser daher gültig.

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