Helios Kliniken investieren 2,3 Millionen Euro in Erweiterung

Notaufnahme der Helios Kliniken soll komfortabler werden

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Bürgermeister Henning Onkes, Klinikgeschäftsführer Marco Martin, der ärztliche Direktor Dr. Michael Stalp, Dr. Malte Süß, Chefarzt der ZNA und Landrat Detlev Kohlmeier bei der Grundsteinlegung.

Nienburg - Von Max Brinkmann. Die Notaufnahme: Ein Ort, an dem die meisten Menschen unfreiwillig landen und möglichst wenig Zeit verbringen wollen. Daran wird sich wahrscheinlich auch in Zukunft nichts ändern. 

Dennoch investieren die Helios Kliniken Mittelweser zurzeit 2,3 Millionen Euro für die Erweiterung der Zentralen Notaufnahme (ZNA), um den Aufenthalt der Patienten dort angenehmer und komfortabler zu gestalten. Die Grundsteinlegung dafür war am Mittwoch. Der Bau wird komplett aus Eigenmitteln finanziert. Auf den zusätzlichen 390 Quadratmetern sollen 19 neue Räume entstehen. Ziel der baulichen Maßnahmen ist es, mehr Raum für die Patientenbehandlung zu schaffen sowie die Atmosphäre zu erhöhen und dem höheren Anspruch gerecht zu werden.

Die Patientenzahlen in der Notaufnahme sind seit der Eröffnung 2006 um 11 400 gestiegen. Mittlerweile sind es mehr als 25 000 jährlich. Den Grund dafür erklärte Geschäftsführer Marco Martin bei der Grundsteinlegung am Mittwochnachmittag: „In den vergangenen Jahren hat sich das Verhalten der Menschen geändert. Dadurch, dass man bei einem Facharzt bis zu drei Monate auf einen Termin warten muss, kommen viele sicherheitshalber in die Notaufnahme“.

Die Neuerungen

Um diese Mengen an Patienten geordneter aufnehmen zu können, entsteht im Neubau ein neuer Anmelde- und Wartebereich. Bisher befand sich der Wartebereich in einer großen Halle und Notfall-Patienten mussten sich über ein Telefon bei der ZNA anmelden. Zukünftig wird es direkten Kontakt zu Mitarbeitern geben und der Wartebereich wird direkt an die Anmeldung angeschlossen.

Die Patienten warten also in einer ruhigeren Umgebung und können sich bei Fragen direkt an die Anmeldung wenden. „Vom Wartebereich aus, wird auch die Rettungswagen-Anfahrt zu sehen sein. Zurzeit mag es vielen so vorkommen, als würde in der ZNA sehr langsam gearbeitet werden – wenn beispielsweise in zwei Stunden nur zwei Patienten aufgerufen werden. In Zukunft wird sichtbar, wie häufig Rettungswagen ankommen. So wollen wir das Verständnis der Patienten etwas steigern“, erklärt Martin.

Außerdem wird ein neuer Holdingbereich mit sechs Überwachungseinheiten geschaffen. Dabei handelt es sich um einen speziellen Bereich der Notaufnahme für Patienten die – zum Beispiel wegen der Behandlung in mehreren Fachabteilungen – länger in der Notaufnahme sind. Gleichzeitig dient der Bereich zur Überwachung des Gesundheitszustandes. Dadurch soll der Komfort während des Wartens erhöht werden.

Des Weiteren wird ein neues Isolierzimmer geschaffen, das von außen erreichbar ist. Es ermöglicht die direkte Aufnahme von möglicherweise infektiösen Patienten ohne, dass die Rettungskräfte den aufwendigen Weg durch die Klinik nehmen müssen. Auch die Erstversorgung von Verbrennungsopfern und Rauchvergiftungen durch eine Duschmöglichkeit im Behandlungsraum soll möglich sein. Darüber hinaus entstehen weitere Behandlungsräume, sanitäre Einrichtungen, Lager- und Putz- sowie Aufenthaltsräume.

Wichtig für's Image der Stadt

Bei der Grundsteinlegung am Mittwoch waren auch Landrat Detlev Kohlmeier und Bürgermeister Henning Onkes anwesend und freuten sich über die voraussichtliche Fertigstellung schon im Herbst dieses Jahres. „Die Gesundheitsversorgung ist für die Bürger sehr wichtig und für eine ländliche Region wie Nienburg sind wir medizinisch sehr gut aufgestellt“, lobte Kohlmeier und Onkes ergänzte, dass die medizinische Versorgung Nienburgs das äußere Bild der Stadt aufwerte.

Ab Herbst 2018 ist die ZNA der Helios Kliniken dann 810 Quadratmeter groß. Während der Baumaßnahmen werden die Abläufe in der Notaufnahme nicht gestört, versicherte Dr. Malte Süß, Chefarzt der ZNA.

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