Verkehrsberuhigung westlich der Weser

Nienburg: Fußweg wird Vorgarten

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Nienburg - Von Johanna Müller. Rücksicht nehmen – das müssen jetzt alle Verkehrsteilnehmer auf der Oyler Straße in Nienburg. Denn sowohl Autofahrer, Fußgänger als auch Radfahrer teilen sich dort nun die asphaltierte Fläche.

Im Zuge eines Neubauprojektes wurde der Bürgersteig entfernt. Dort, wo sonst entlang gelaufen wurde, stehen nun Pflanzen. Dafür weisen zunächst provisorisch aufgestellte Schilder darauf hin, dass die Fahrbahn der neue Fußweg ist.

Etwas komisch mag diese Neuerung schon wirken. Da baut jemand ein Haus und bekommt den öffentlichen Gehweg gleich dazu. Doch diese Umgestaltung ist lange geplant, klärt der städtische Leiter des Fachbereichs Stadtentwicklung Michael Brede auf: „Das ist die Umsetzung des geänderten Bebauungsplans.“

Oyler Straße in Nienburg wird "Spielstraße"

Zwar war der Bürgersteig zuvor öffentlicher Grund, doch da die Straße entlang des Neubaus nun zu einem verkehrsberuhigen Bereich werde, ging dieser an den Investor. Beschlossen wurde die Änderung des dort gültigen Bebauungsplans mit der Nummer 71 „Westliches Weserufer“ bereits im Jahre 2008 durch den damaligen Stadtrat. Vorausgegangen waren Planungen zum Projekt „Uferpromenade westliches Weserufer“, das im Rahmen des Wirtschaftsförderungskonzeptes 2010 die angestrebte städtebauliche Entwicklung der Flächen zwischen der alten Weserbrücke und der neuen Fußgängerbrücke beschreibt.

Ziel war es hier, das Ufer aufzuwerten und eine dauerhafte Belebung westlich der Weser zu erreichen. In diesem Zuge sollten auch vorhandene Wege zum Wasser wieder aktiviert, die Wohnbebauung abgerundet und die öffentlichen Verkehrs- und Grünflächen neu geordnet werden.

Durch die Fertigstellung der Wohnungen an der Oyler Straße kommt die Stadt dieser Planung einen Schritt näher. Daher soll nun auch die umgangssprachlich sogenannte Spielstraße dort eingerichtet werden. Baulich werde dafür nicht viel verändert, erläutert Brede. Im Wesentlichen werde durch Beschilderung darauf hingewiesen. Ohnehin ist der Auto- und Kradverkehr lediglich für Anwohner freigegeben. Außerdem steht im Bebauungsplan festgeschrieben, dass dort stehende Bäume erhalten werden müssen.

Dennoch wird aktuell eine Baustelle entlang der Oyler Straße vorbereitet – jedoch unabhängig von der Umgestaltung der Verkehrsregelung. Die Stadtwerke Nienburg erneuern dort Leitungen, daher wurde bereits ein Schlitz in die Straße gefräst. Dieser Austausch geschehe im normalen Rhythmus, erklärt der Technische Leiter Thomas Kauffeld. Bei den alten, gegossenen Leitungen bestehe die Gefahr, dass sie brechen. 

Um dem vorzubeugen, werden sie von der Kreuzung/Lemker Straße bis zur Höhe der Getreidemühle erneuert. Diese Arbeiten sollen schätzungsweise rund sechs Wochen dauern. Sollte dann im Teilbereich des neuen verkehrsberuhigten Bereichs am Straßenbelag doch noch etwas verändert werden, sind diese Arbeiten zumindest bereits erledigt.

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