„Attraktive Radwegeverbindung“ von Holtorf in die Innenstadt geplant

Nienburg: Schneller mit dem Rad unterwegs

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Diese Serpentine am Hafen stellt das bislang größte Problem bei der Planung dar.

Nienburg - Von Max Brinkmann. Nienburg soll eine neue Fahrradroute bekommen – und zwar von Holtorf bis in die Innenstadt. Die Pläne dazu entwickelte das Ingenieurbüro SHP aus Hannover und stellte sie dem Stadtentwicklungsausschuss am Donnerstagabend erstmals vor.

Hintergrund ist, dass die Bedeutung des Fahrrades als relevantes Verkehrsmittel, gerade bezüglich der Umweltfreundlichkeit immer stärker zunimmt. Voraussetzung für eine verstärkte Fahrradnutzung ist ein attraktives und gut gepflegtes Wegenetz. Deshalb beauftragte die Stadt das Ingenieursbüro um eine Lösung zu finden.

Die geplante Route verläuft wohnortnah und bleibt möglichst weit entfernt vom Stadtlärm. Die Strecke hat viel Grünbezug, abschnittsweise führt sie sogar an der Weser entlang. Auch eine Anbindung an den Bahnhof ist geplant.

Die Variante des Radschnellwegs kommt für dieses Projekt allerdings nicht in Frage, da die Streckenführung an einigen Punkten zu eng ist – hier kann nicht auf die für einen Radschnellweg benötigte Breite ausgebaut werden. Außerdem ist das Radverkehrspotenzial zu gering, um eine entsprechende Förderung zu bekommen.

Deshalb erscheint die Variante der „attraktiven Radwegeverbindung“ mit der Ausweisung von Fahrradstraßen und der Aufwertung vorhandener Wege realistischer. Hierfür müsste an vielen Stellen beispielsweise neu asphaltiert oder ausgebaut werden.

Die Route startet an der St. Martin-Kirche in Holtorf und endet an der St. Martin-Kirche in Nienburg. Von der Holtorfer Kirche führt sie die Straße „Am Mühlenbach“ entlang, bevor auf die Holzriede eingebogen wird. Hier könnte tatsächlich eine Fahrradstraße entstehen, da nur Felder die Strecke umgeben.

Anschließend geht es über Siedekamp und Bremer Straße in Richtung B6. Von der Ecke der Bremer Straße soll tatsächlich ein neuer Radweg zum Fabrikweg entstehen, um dort die B6 unterqueren zu können. Von dort aus führt der Weg weiter an den Gleisen entlang.

Die Alternativ-Route führt so bis zum Bahnhof. Ansonsten werden die Gleise durch den Rabetunnel unterquert, wo es über Hermann- und Henriettenstraße bis zur Nordertorschule geht. Von hier gelangen die Fahrer dann über die Rohrsener Straße auf den Weserradweg, der genutzt werden soll.

Eine weitere Schwierigkeit findet sich am Hafen: Sobald das Hafenbecken umrundet wurde geht es nur über eine enge Serpentine wieder zurück auf den Weserradweg. Das bremst die Radfahrer natürlich ab. Zum jetzigen Zeitpunkt sind dort allerdings keine Maßnahmen möglich. Über de Weserradweg und die Weserstraße geht es dann zur St. Martinkirche Nienburg.

Die Politik begrüßt dieses Projekt sehr, da schon in den vergangenen Jahren öfter Überlegungen angestellt wurden, ob eine Fahrradstraße möglich sei. Im nächsten Schritt soll nun ein Kostenplan aufgestellt werden.

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