Polizei greift ein

Nienburg: Streit zwischen Großfamilien erneut eskaliert

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In Nienburg ist der Streit zweier Großfamilien zum wiederholten Mal eskaliert.

Nienburg - Im Nienburger Stadtteil Nordertor ist es erneut zu einem Streit zwischen zwei Großfamilien gekommen. Die Polizei musste entschieden eingreifen.

Angehörige zweier örtlich ansässigen Großfamilien sind am Mittwochabend, 9. Oktober, gegen 19 Uhr im Bereich der Uhlandstraße, Hebbelstraße sowie der umliegenden Straßen aneinandergeraten. Angehörige der beiden rivalisierenden Familien waren in der Vergangenheit mehrfach in Streit geraten und hatten dieses auch in der Öffentlichkeit, zeitweise sogar mit Waffen ausgetragen. Das berichtet die Polizei in einer Pressemitteilung.

Die Polizei in Nienburg hat aus diesem Grund bereits seit 2018 ein wachsames Auge auf die Wohnorte der Familien. Kolleginnen und Kollegen der Bereitschaftspolizei aus Hannover befanden sich zu der Zeit im Rahmen der "UPED", einer temporären Unterstützung der Polizeiinspektionen (PI) in Niedersachsen, in der Nienburger Innenstadt und konnten durch ihr schnelles und konsequentes Einschreiten eine weitere Eskalation vor Ort verhindern.

Gemeinsam mit den Einsatzkräften der PI wurden die anwesenden Personen durchsucht und dabei eine Anzahl von Waffen und waffenähnlichen Gegenständen beschlagnahmt. Bei den Durchsuchten stellte die Polizei insgesamt fünf Messer, zwei Pfeffersprays, einen abgebrochenen Golfschläger sowie eine Eisenstange sicher. 

Nienburg: Morddrohung gegen Polizisten 

Im Rahmen der Maßnahme wurde ein Polizeibeamter beleidigt und sogar konkret mit dem Tode bedroht, hießt es in der Pressemitteilung. Im Bereich des Nordrings und der Verdener Landstraße wurden zwei 19 und 29 Jahre alte Tatverdächtige ermittelt, die Polizeibeamte, die zu Fuß Streife gingen, mit einer Blumenvase und einer Bierflasche beworfen hatten. Nur durch Glück wurde keiner der Einsatzkräfte dabei verletzt. 

Gegen die beiden Tatverdächtigen werden Strafverfahren wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung sowie eines tätlichen Angriffs eingeleitet. Weitere Ermittlungsverfahren gegen die beteiligten Personen während des Polizeieinsatzes wurden gefertigt, unter anderem wegen Beleidigung, Bedrohung und gefährlicher Körperverletzung. 

Durch Unterstützungskräfte aus den sechs Kommissariaten der PI gewährleistete die Polizei eine hohe Präsenz in der Stadt, es kam zu keinen weiteren Ausschreitungen in der Nacht. "Wie in den zurückliegenden Fällen werden wir auch weiterhin konsequent alle Straftaten insbesondere im öffentlichen Raum verfolgen und alle uns zur Verfügung stehenden Maßnahmen treffen, um eine Gefährdung von unbeteiligten Bewohnerinnen und Bewohnern Nienburgs zu verhindern", stellt der Sprecher der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg die Position der Dienststelle dar.

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