Baum stürzt auf Haus 

Sturm Herwart: Nienburger Feuerwehren wieder gefragt 

Nienburg - Von Marc Henkel. Die Nienburger Feuerwehren sind am Wochenende aufgrund des Sturms „Herwart“ zu mehreren Einsätzen im Stadtgebiet gerufen worden. 

Nur wenige Wochen nach dem Sturmtief Xavier sorgte der jüngste Sturm Herwart wieder für Einsätze bei den Nienburger Feuerwehren.

In der Nacht zu Sonntag legte der Sturm – so wie es die Wetterdienste angesagt hatten – an Stärke zu. Mit Spitzengeschwindigkeiten von über 100 Kilometern pro Stunde zog das Sturmtief über Deutschland hinweg. Gegen 4.45 Uhr wurde die Ortsfeuerwehr Nienburg zu umgestürzten Bäumen im Bereich der Stadtforst gerufen. Dort waren größere Äste sowie ein Baum auf die Fahrbahn gestürzt und blockierten diese.

Bereits in den frühen Morgenstunden mussten die Einsatzkräfte Bäume von der Fahrbahn räumen.

An die Verdener Landstraße ging es dann gegen 8.25 Uhr. Hier drohte ein Reklameschild auf den Gehweg zu stürzen. Dieses wurde kurzerhand demontiert und dem Besitzer übergeben.

Birke kippt auf Wohnhaus

Um 8.56 Uhr ereilte die Ortsfeuerwehr Langendamm ein Einsatz. „Baum auf Haus“ lautete die Meldung. An der Einsatzstelle angekommen zeigte sich, das eine etwa 15 Meter hohe Birke auf ein Wohnhaus gestürzt war. Ein Unterstand am Gebäude wurde durchschlagen. Die Wucht des Einschlags war so massiv, dass tragende Balken brachen und das Mauerwerk sich löste. Zusammen mit der Nienburger Drehleiter trugen die Feuerwehrleute den Baum soweit ab, dass für die Bewohner keine Gefahr mehr bestand.

In Langendamm stürzte eine Birke auf ein Wohnhaus und wurde mit der Drehleiter abgetragen.

Nur wenige Minuten nach dem Alarm für die Ortsfeuerwehr Langendamm meldete die Leitstelle Schaumburg-Nienburg einen erneuten Einsatz für die Ortsfeuerwehr Nienburg. In der Marschstraße drohten mehrere Äste auf die Straße zu stürzen. Da die Drehleiter in Langendamm gebunden war, entschieden die Einsatzkräfte, in der Marschstraße die Äste mit Sägen und Muskelkraft zu entfernen.

Mit Muskelkraft behalf man sich in der Marschstraße.

Dauereinsatz für Drehleiter

Nur wenige Stunden später erfolgte ein erneuter Alarm für die Ortsfeuerwehr Nienburg. Im Bereich des Schäferhofes wurde eine größere Ölspur gemeldet. Noch während sich die Einsatzkräfte auf der Fahrt zum Feuerwehrhaus befanden, forderte die Feuerwehr Rodewald die Drehleiter zur Unterstützung an. Die alarmierten Kräfte teilten sich auf und arbeiteten beide Einsätze parallel ab.

Die Nienburger Drehleiter bei der Unterstützung der Feuerwehr Rodewald.

Gerade als die Drehleiter den Motor im Gerätehaus am Berliner Ring abgeschaltet hatte, erfolgte der letzte Einsatz an dem Tag. Besorgte Anwohner der Hebbelstraße meldeten, das Dachziegeln von einem Gebäude stürzen würden. Erneut rückte die Feuerwehr Nienburg aus und kontrollierte die Lage vor Ort. Wenige lose Dachziegel waren auf den Gehweg gestürzt. Eine Kontrolle ergab keine weiteren losen Dachziegel. 

Rubriklistenbild: © Feuerwehr Nienburg / Marc Henkel

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