Nienburger Gericht stellt Verfahren gegen Geldbuße vorläufig ein

Taxirechnung geprellt und abgehauen

Nienburg - Von Andreas Wetzel. Eine nicht bezahlte Taxirechnung war Verhandlungsthema im Nienburger Amtsgericht. Vor einem knappen Jahr ließ ein 21-jähriger Schüler von einer Diskothek in der Samtgemeinde Schwaförden gegen Morgen mit einem Taxi nach Pennigsehl nach Hause fahren. Das Problem Der junge Mann hatte kein Geld mit.

Kurz vor dem Ziel bat der junge Fahrgast die Taxifahrerin anzuhalten, da er austreten müsse. Statt sich zu erleichtern, suchte der 21-Jährige das Weite. Zunächst war die Taxifahrerin davon ausgegangen, dass der junge Mann möglicherweise aufgrund seiner Alkoholisierung umgefallen sein könnte und suchte nach ihm in der näheren Umgebung. Als sie ihren Fahrgast nicht fand, rief sie die Polzei. Zwischenzeitlich hatte der junge Mann ebenfalls bei der Polizei angerufen hatte und gegen die Taxifahrerin wegen sexueller Belästigung angezeigt, da sie ihm angeblich auf den Oberschenkel gefasst hätte.

Im Rahmen der Verhandlung vor dem Amtsgericht Nienburg in der vergangenen Woche räumte der Mann ein, dass er aufgrund seiner Alkoholisierung nach Hause gewollt habe, aber nicht mehr genügen Geld bei sich hatte. Was ihn dazu bewogen habe, die Taxifahrerin anzuschuldigen, konnte er heute nicht mehr zu sagen. Er sei wohl zu betrunken gewesen. Er legte dem Gericht einen Zahlungsbeleg vor, aus dem hervorging, dass die Taxifahrt in Höhe von 70 Euro mittlerweile bezahlt habe. Da der junge Mann bislang ein unbeschriebenes Blatt war und der Schaden beglichen wurde, stellte das Gericht das Verfahren vorläufig mit der Auflage ein, eine Geldbuße von 300 Euro zu zahlen.

Rubriklistenbild: © dpa

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