Schmerzensgeld noch im Gerichtssaal gezahlt

Nienburg: Teurer Schlag ins Gesicht

Nienburg - Von Andreas Wetzel. Ein 39-jähriger Mann aus Nienburg war vor dem Nienburger Amtsgericht angeklagt, im März 2016 den neuen Freund seiner ehemaligen Freundin derart stark angegriffen und ins Gesicht geschlagen zu haben, dass er bewusstlos zu Boden ging.

Dort soll er weiter auf ihn eingeschlagen und ihm schwere Verletzungen im Gesicht und am Körper zufügt haben, sodass das Opfer ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Das Opfer hatte sich durch den Angriff unter anderem eine schwere Gehirnerschütterung und diverse Prellungen zugezogen.

Nachdem die Staatsanwaltschaft die Anklage verlesen hatte, regte der vorsitzende Richter ein Gespräch der Verfahrensbeteiligten an, welches zwischen dem Schöffengericht, der Staatsanwaltschaft, der Verteidigung und dem Vertreter der Nebenklage stattfand. 

Nach diesem Gespräch stellte der vorsitzende Richter das Ergebnis vor: Mit Zustimmung aller Verfahrensbeteiligten zahlte der Angeklagte noch im Gerichtssaal 4.000 Euro Schmerzensgeld an das Opfer, wobei weitere Forderungen wie Verdienstausfall oder ärztlicher Versorgung davon nicht berührt sind.

Nach Zahlung des Schmerzensgeldes sollte das Verfahren gegen eine angemessene Geldauflage eingestellt werden. Mit dieser Verfahrensweise erklärten sich alle Prozessbeteiligten einverstanden. Das Gericht stellte das Strafverfahren ein und legte als Auflage einen Geldbetrag in Höhe von 3.000 Euro fest.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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