Bebauungsplan „Bahnhof“ ist Thema im Stadtentwicklungsausschuss

Nienburger Bahnhof: Leerstand statt Spielhalle

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Die Gaststätte im Bahnhof steht seit Jahren leer.

Nienburg - Von Leif Rullhusen. Seit Jahren ist die ehemaligen Nienburger Bahnhofsgaststätte verwaist. Interesse an den Räumen hatte zuletzt vor zwei Jahren ein Spielhallenbetreiber.

Mit der Absicht, eine Spielhalle in der Immobilie zu eröffnen, löste er hektische Aktivitäten von Stadtverwaltung und Politik aus. Beide bezweifelten, dass eine solche Zockerbude für einen Großteil der Reisenden, Pendler und Umsteigenden der adäquate Raum sei, um dort Wartezeiten zu überbrücken. Die aktuelle Rechtslage hätte die Einrichtung einer Spielhalle aber erlaubt.

Aufgrund dessen brachte die Stadtverwaltung die Aufstellung eines Bebauungsplanes auf den Weg. Der Bebauungsplan „Bahnhof“, der die Nutzung des Bahnhofs und des umliegenden Areals zukünftig regeln soll, stieß fraktionsübergreifend auf offene Ohren. Der Rat beschloss die Aufstellung. Bis zu seinem Inkrafttreten regelt eine Veränderungssperre die Nutzung. Die Pläne des Spielhalleninhabers waren damit zunächst erfolgreich vereitelt worden.

Am Donnerstag, 5. April, ist der Bebauungsplan mit der Nummer 178 nun erneut Thema in der Politik. Der Ausschuss für Stadtentwicklung muss sich mit den eingegangenen Stellungnahmen befassen. Die darin enthaltenen Empfehlungen sind bereits in den Bebauungsplan eingearbeitet worden, weiteren gravierenden Einwände gibt es nicht. Somit sollte einer erneuten öffentlichen Auslegung des Bebaunngsplanentwurfes auf dem Weg durch die Instanzen nichts im Wege stehen.

Mit dem Bebauungsplan ist demnächst rechtsverbindlich geregelt, welche Branchen zukünftig im Bahnhof zugelassen sind. Die Nutzung der gewerblichen Flächen soll dann ausschließlich auf die Bedürfnisse der vorwiegenden Bahnhofsnutzer, also Pendler, Reisende und Umsteiger, ausgerichtet sein.

Entsprechende Interessenten für die leerstehende Bahnhofsgastroniomie sind damit allerdings noch nicht gefunden. Kein Wunder, der Kreis pontenzieller Mieter ist durch den zukünftigen Bebauungsplan schließlich kleiner geworden.

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