Nienburger Bauausschuss stimmt Abbau von Telefonstellen zu

Drei müssen gehen - eine bleibt stehen

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Ihre Tage sind gezählt: Die Telefonstelle am Ernst-Thoms-Platz verschwindet, weil sie niemand mehr braucht.

Nienburg - Von Leif Rullhusen. Ihr Ambiente war einzigartig. Der Geruch, den ihr Inneres verströmte, war noch spezieller und mit nichts anderem vergleichbar.

Außerdem verweigerten sie grundsätzlich im verkehrtesten Moment Kleingeld und waren regelmäßig Vandalismusopfer.

Seit einigen Jahren sind Telefonzellen vor allem Opfer des technischen Fortschritts und mittlerweile nahezu ausgestorben. In Nienburg werden demnächst drei weitere sogenannte Telefonstellen verschwinden, weil sie niemand mehr braucht. Der Bauausschuss stimmte dem Abbau von drei Exemplaren in Holtorf, Langendamm und am Ernst-Thoms-Platz in der Innenstadt zu. Nur in einem Fall – der letzten gelben richtigen Telefonzelle in Erichshagen-Wölpe – stimmte das politische Gremium geschlossen gegen den Abbau. Nicht etwa, weil sie noch benutzt wird. „Sie gehört schon zum Stadtbild. Deshalb wollen wir sie so lange wie möglich erhalten“,erklärte Dieter Klötzing, Mitglied im Bauausschuss und im Erichshagener Ortsrat. Der hatte nämlich zuvor bereits gegen den Abbau votiert. Da man sie eigentlich nicht mehr zu telefonieren brauche, könne man sich auf lange Sicht eine andere Verwendung überlegen.

In regelmäßigen Abständen stimmt der Bauausschuss über den Abbau von Telefonstellen ab. Jedes Mal bleiben einige der Kommunikationsrelikte auf der Strecke. Und so steuert auch dieser Abstimmungsrhythmus damit langsam auf ein Ende zu. Die gelbe Zelle in Erichshagen wird bis dahin wohl auf der Liste möglicher Abbauobjekte stehen.

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