Von der Tier- bis zur Menschenrettung

Nienburger Feuerwehr im Dauereinsatz

Der Flecken Langwedel wird in den kommenden Jahren erhebliche Summen in seine Feuerwehren investieren.
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Die Nienburger Brandbekämpfer kamen am vergangenen Wochenende kaum zur Ruhe.

Nienburgs Feuerwehrkräfte erlebten ein Wochenende im Dauereinsatz. Von der Tier- bis zur Menschenrettung war alles dabei. Zeit zum verschnaufen blieb kaum.

Nienburg - von Marc Henkel. So ein Wochenende hatte die Feuerwehr Nienburg schon lange nicht mehr. Zahlreiche Einsätze forderten den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Nienburg einiges ab.

Spaziergänger entdeckt verletzten Schwan

Den Start machte eine Tierrettung am Samstagvormittag. Ein Spaziergänger entdeckte an einem Baggersee in der Nähe der „Rolle“ einen Schwan, der augenscheinlich am Fuß verletzt war. Da sich der Zeuge nicht anders zu helfen wusste, alarmierte er die Feuerwehr. Noch während die Einsatzkräfte auf der Anfahrt waren, musste der Alarmierende den Ort verlassen, so dass die Einsatzkräfte den See absuchen mussten. Schließlich fanden sie den Schwan auf dem Gewässer in der Nähe des Ufers. Dort drehte dieser seine Runden. Verletzungen konnten die Brandbekämpfer nicht feststellen. Da das Einfangen des Schwans einen erheblich technischen und zeitlichen Aufwand bedeutet hätte, entschieden sie sich, das Tier eine halbe Stunde zu beobachten. Abschließend blieb es bei der ersten Feststellung, so dass die Einsatzkräfte wieder einrücken konnten.

Tür für Rettungsdienst geöffnet

Noch während sich die Feuerwehrkräfte auf dem Weg vom Schwan zu den Fahrzeugen befanden, ereilte sie der zweite Einsatz des Tages. Eine Person war in ihrer Wohnung in der Bahnhofstraße gestürzt und konnte sich kaum noch bewegen. Unter Schmerzen gelang es ihr den Notruf zu wählen. Da ein Öffnen der Wohnungstür aus eigener Kraft nicht mehr möglich war, wurde die Feuerwehr alarmiert. Mit speziellem Werkzeug öffneten die Einsatzkräfte die Tür und machten damit den Weg für den Rettungsdienst frei.

Gefahrstoffeinsatz in Chemiebetrieb

Am Nachmittag gegen 15.20 Uhr folgte Einsatz Nummer drei. Die Meldung ließ zunächst Schlimmes vermuten. „Gefahrstoffeinsatz“ lautete sie. In einem Chemiebetrieb in der Henriettenstraße war es zu einer chemischen Reaktion in einem Fass gekommen. Aufgrund der Notrufschilderungen wurde die Ortsfeuerwehr Nienburg, der Gefahrstoffzug Nienburg-Mitte, die Einsatzleitung-Ort der Stadtfeuerwehr und der ABC-Zug des Landkreises alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Kräfte konnte jedoch schnell Entwarnung gegeben werden. Dank der schnellen und richtigen Reaktion der Mitarbeiter musste die Feuerwehr nur noch das Fass kühlen. Da keine weiteren Schritte seitens der Feuerwehr nötig waren, wurde die Einsatzstelle nach 30 Minuten an den Betreiber übergeben.

Zimmerbrand in leerstehendem Gebäude

Die Feuerwehrmitglieder waren gerade auf dem Weg zurück zu ihren Familien, da schrillte erneut der Meldeempfänger. Diesmal lautete die Meldung „Gebäudebrand in Rehburg“. Aufgrund eine noch unklaren Lage, wurde vorsichtshalber die Drehleiter mitalarmiert. Noch auf der Anfahrt wurde der Einsatz abgebrochen, da es sich „nur“ einen Zimmerbrand in einem leerstehenden Gebäude handelte.

Kohlenmonoxidvergiftung: Großeinsatz in einem Mehrfamilienhaus

Am Sonntagmorgen gegen 3 Uhr löste eine durch einen Grill verursachte Kohlenmonoxidvergiftung mehrerer Bewohner eines Hauses einen Großeinsatz aus. Mehrere Mitglieder einer Großfamilie waren kollabiert, weitere klagten über Vergiftungssymptome. Sämtliche Bewohner des Mehrfamilienhauses wurden unter schwerem Atemschutz evakuiert. Ein Mädchen wurde vorsorglich in ein Krankenhaus eingeliefert.

Nur wenige Stunden später gegen 8 Uhr erfolgte der letzte Einsatz des Tages. Der Rettungsdienst forderte die Feuerwehr Nienburg zu einer Tragehilfe in die Kattriedestraße an. Auch dieser Einsatz wurde zügig abgearbeitet.

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