Straßenbaubehörde lädt zu Informationsveranstaltung ein

Nienburger Ostumgehung konkretisiert sich

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Die B215 in Nienburg: Hier soll die neue Ostumgehung beginnen.

Nienburg - von Leif Rullhusen. Nienburgs Südumgehung steht kurz vor der Vollendung, da konkretisiert sich bereits das nächste große Straßenbauprojekt zur Entlastung der Kreisstadt.

Die rund sieben Kilometer lange Ostumgehung „B 215 n“ soll nach ihrer Fertigstellung Nienburg und Drakenburg vom Durchgangsverkehr entlasten. Bis die ersten Fahrzeuge über die neue Straße rollen, vergehen allerdings noch einige Jahre. „Unser Ziel ist ein Baubeginn im Jahr 2027“, berichtet Jana Winkler, Leiterin des Fachbereichs Planung der Niedersächsischen Straßenbaubehörde in Nienburg, gegenüber dem Blickpunkt. „Allerdings müssen wir bis dahin noch viele Stolpersteine überwinden.“ Um diese nicht zu unumschiffbaren Klippen werden zu lassen, will die Straßenbaubehörde alle Beteiligten und Betroffenen von Beginn an mit ins Boot holen. Deshalb lädt sie für Mittwoch, 3. Juli, von 18 bis 20 Uhr zu einer Informationsveranstaltung in die Nienburger TKW-Sporthalle ein. „Die Landesbehörde wird die Vorschläge zu Sachthemen aufnehmen und prüfen, um diese in den weiteren Planungsprozess einzubeziehen“, erläutert Winkler. „Während der Veranstaltung stehen die Fachleute der Landesbehörde für die Teilnehmenden zu Gesprächen zur Verfügung.“ 

100 Meter breiter Planungskorridor

Aktuell gibt es einen etwa 100 Meter breiten Planungskorridor, in dem die zukünftige Umgehungsstraße verlaufen soll. Ausgangspunkt im Süden – also in Nienburg – ist die B 6-Anschlussstelle Nienburg Mitte. Von dort führt die Strecke dann westlich vorbei am Mußriedesee und Krähenmoor. Anschließend überquert sie den Führser Mühlbach und kreuzt die B 214. In einem großen Bogen erreicht sie schließlich südlich von Rohrsen die aktuelle B 215 – etwa in Höhe der B 209-Abzweigung.

Aktuell gibt es einen 100 Meter breiten Planungskorridor. 

Durch die Einstufung in den vordringlichen Bedarf des aktuellen Bundesverkehrswegeplanes kam Bewegung in das Umgehungsstraßenprojekt. Derzeit bereitet die Behörde den Entwurf eines Planfeststellungsverfahrens vor.

Die Idee zu der östlichen Stadtentlastung ist alt. Vor beinahe 20 Jahren, am 5. Januar 2000, erteilte das Verkehrsministerium einen Planungsauftrag zur Durchführung eines Raumordnungsverfahrens mit dem Ziel einer Linienfindung der neuen Bundesstraßentrasse zwischen Nienburg und Rohrsen. Drei Jahrzehnte später könnte diese Realität werden.

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