Beamte geben Hinweise auf richtige Verhaltensmaßnahmen

Betrug im Namen der Polizei

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Betrügen per Telefon

Nienburg - Immer wieder versuchen Trickbetrüger, telefonisch oder persönlich, an vertrauliche Informationen ihrer Opfer zu kommen. Auch in Nienburg kommt es immer wieder häufiger zu solchen Situationen.

"Guten Tag, mein Name ist Kellermann von der Kriminalpolizei" - So meldete sich am Donnerstag, 19. Januar, ein Betrüger telefonisch bei einer Nienburger Seniorin, um dann in einem "vertraulichen" Gespräch die betagte Mitbürgerin über Lebensumstände und finanzielle Verhältnisse auszuhorchen.

Dieser und andere gleichgelagerte Fälle beschäftigt aktuell das Fachkommissariat 3 der Nienburger Polizei. Am Telefon wird den Geschädigten im "Namen der Polizei" vorgegaukelt, ihre Kontakt- oder Adressdaten seien bei einer gefassten Einbrecherbande aufgefunden worden. Anschließend werden die Geschädigten nach Wertsachen und Geldbeträgen im Haus ausgehorcht.

In zwei Fällen wurde den Geschädigten sogar geraten, ihr Geld vom Konto abzuheben und dieses an einen Boten der Polizei zu übergeben. Die verunsicherten und verängstigten Opfer heben in solchen Fällen oft im Anschluss große Bargeldsummen von ihren Konten ab, um sie vermeintlich in Sicherheit zu bringen.

So sollen die Opfer veranlasst werden, Geldbeträge an die Betrüger zu übergeben, die mit dem Geld auf Nimmerwiedersehen verschwinden.

Da weitere Versuche dieser Art aktuell die Ermittler des Fachkommissariates 3 beschäftigen, rät die Nienburger Polizei dringend, bestimmte Verhaltensregeln zu beachten:

Bürger sollten sich immer vergewissern, ob es sich bei dem Gegenüber um einen "echten" Polizeibeamten (oder eine andere Amtsperson) handelt. Schon bei geringsten Zweifeln sollten die Geschädigten unmittelbar mit der Polizeidienststelle in Kontakt treten - gegebenenfalls auch über den Notruf 110.

Keine Rückrufnummern annehmen: Sollte es zu dieser Situation kommen, ist es ratsam, die Nummer der angeblich anfragenden Behörde selbst herauszusuchen.

"Echte" Polizeibeamte sowie andere Amtspersonen fragen niemals telefonisch nach einer Vermögenssituation und veranlassen in keinem Fall eine Bargeld- oder Wertgegenstandübergabe.

Unbekannte dürfen nicht in die Wohnung gelassen werden. Polizeibeamte und andere Amtspersonen können ihre Identität immer mit einem Dienstausweis bestätigen. 

Insbesondere ältere Familienangehörige sollten über diese Betrugsformen in Kenntnis gesetzt und mit schützenden Verhaltensmaßnahmen vertraut gemacht werden.

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