Nienburger Polizei zieht Bilanz der Verkehrs- sicherheitswoche

Wenig Alkoholverstöße, aber lockeres Gaspedal

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Pusten ohne Ergebnis: Nur zwei Alkoholsünder gingen der Polizei ins Netz.

NIENBURG. Zur Bekämpfung der Hauptunfallursachen im Straßenverkehr führte die Polizeidirektion Göttingen, zu der auch die Polizeiinspektion in Nienburg gehört, eine Kontrollwoche mit den Schwerpunkten „Geschwindigkeit, Alkohol/Drogen und Gurt/Handy“ durch.

Ziel war es laut Polizei nicht, möglichst viele Verstöße festzustellen, sondern die Verkehrssicherheit auf den Straßen zu erhöhen und die Menschen vor Unfällen mit schweren Folgen zu schützen. „Nicht angepasste Geschwindigkeiten und aggressives Fahren sind Unfallursachen Nummer Eins auf unseren Straßen“, erklärt Nienburgs Polizeipressesprecherin Gabriela Mielke. Mit der dienststellenübergreifenden Verkehrssicherheitswoche, an der sich auch Mitarbeiter des Landkreises Nienburg beteiligten, sollten die Verkehrsteilnehmer sensibilisiert und zu einer Einstellungsveränderung bewegt werden. Im Landkreis Nienburg wurden insgesamt 292 Fahrzeuge an 37 Kontrollorten von 56 Ordnungshütern kontrolliert. Mit Erfolg: Insgesamt 135 Temposünder erfassten die Polizisten mit der Laserpistole erfasst. Die meisten lagen im Bußgeldbereich und waren damit mindestens 21 Stundenkilometer zu schnell. Zusätzlich zu einer empfindlichen Geldstrafe kommen auf den Verkehrssünder Punkte in Flensburg zu. Vier Raser im gesamten Inspektionsbereich, also von Rinteln bis Hoya, drückten so aufs Gaspedal, dass gegen sie ein Fahrverbot erhoben wurde. Neben den Schnellfahrern standen die Gurtmuffel und Handynutzer im Fokus. Über 40 Fahrer im Inspektionsbereich hatten keinen Sicherheitsgurt angelegt und wurden mit 30 Euro verwarnt. Leichtfertig und gefährlich handelte ein Vater im Nienburger Stadtteil Langendamm. Er hatte seine zwei Kinder nicht vorschriftsmäßig gesichert und wurde mit 70 Euro Bußgeld und einen Punkt geahndet. Die gleiche Ahndungshöhe, nämlich 70 Euro und einen Punkt, kommt auf mehrere Pkw-Fahrer zu, die während der Fahrt ihr Mobiltelefon nutzten. Im Rahmen der Alkohol- und Drogenkontrollen überprüfte die Polizei rund 180 Verkehrsteilnehmer im Inspektionsbereich , darunter 83 junge Fahrer zwischen 18 und 25 Jahren. „Mit der Beanstandungsquote von nur zwei Alkoholverstößen, sind wir sehr zufrieden“, lobt Mielke. In Bad Nenndorf ging den Ordnungshütern ein Wiederholungstäter ins „Messstellennetz“. Ein 28-jähriger Toyota-Fahrer fiel Messbeamten auf. Wie vermutet, bestätigte sich der Verdacht einer Drogen- und Trunkenheitsfahrt. Zudem war der Bad Nenndorfer wiederholt ohne Führerschein unterwegs. Beim Transport zur Dienststelle, wo ihm eine Blutprobe entnommen werden sollte, beleidigte er zudem die eingesetzten Beamten.

mie

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