Bebauung der zehn Hektar großen Fläche ist wieder Thema

Nienburger Segelwiesen: Hinter den Kulissen bewegt sich was

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Hinter dem Heideweg beginnen derzeit noch Felder und Wiesen. Das könnte sich schon bald ändern.

Nienburg - Von Leif Rullhusen. Wenn die Segelwiesen tatsächlich irgendwann einmal bebaut werden, sind sie ein echtes Sahnestück. Das etwa zehn Hektar große Areal in Nienburg ist das größte innenstadtnahe potenzielle Baugebiet.

Wer allerdings anlässlich der ersten Pläne hoffte, zwischen Bärenfallgraben und Steinhuder Meerbach in naher Zukunft auf der Terrasse seines Eigenheims sitzen zu können, hat sich mittlerweile sicherlich längst an einem anderen Ort sein Traumhaus verwirklicht. Vor acht Jahren verfolgte die Stadt Nienburg bereits erste konkrete Ideen zur Realisierung eines Baugebietes. Passiert ist bislang nichts. Hochwassergefahr und ein kompliziertes Umlegungsverfahren waren zwei maßgebliche Gründe, die das Bauvorhaben in der Vergangenheit ausbremsten.

Nun kommt anscheinend wieder Schwung in das Thema. Nienburgs kommissarischer Chef-Stadtentwickler Michael Brede kündigte in der letzten Ratssitzung des vergangenen Jahres an, dass sich in diesem Jahr in Sachen Bebauung der Segelwiesen etwas tun werde. Und im morgigen Stadtentwicklungsausschuss stehen sie sogar auf der Tagesordnung – allerdings nur im nicht-öffentlichen Teil.

Dieser, vier Jahre alte Entwurf ist die Grundlage für die Bebauung der Segelwiesen.

Zum letzten Mal stand die geplante Bebauung der Segelwiesen im Frühjahr 2014 im Fokus von Politik und Stadtverwaltung. Damals war die Nienburger Entwicklungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft (NEW) als Erschließungsträger beauftragt worden. Ein kurzfristiger Ankauf der benötigten Fläche seitens der NEW scheiterte augenscheinlich. Somit war ein langwieriges Umlegungsverfahren unausweichlich. Nienburgs Stadtverwaltung schweigt zum derzeitigen Planungsstand.

Die Äußerungen von Michael Brede im Stadtrat und das Auftauchen der Segelwiesen auf der Tagesordnung des Stadtentwicklungsausschusses im nichtöffentlichen Teil deuten allerdings darauf hin, dass das Umlegungsverfahren nun vor einem baldigen Abschluss stehen könnte. Sollte diese Hürde bewältigt sein, muss die NEW der Stadt Nienburg ein tragfähiges Bebauungs- und Erschließungskonzept vorlegen.

Einen Entwurf über die Bebauung der Segelwiesen besteht bereits seit vier Jahren. Ursprünglich gab es sogar zwei Varianten. Eine mit dem Titel „Leben am Wasser“, in der sich die Eigenheime um einen künstlichen See gruppieren, fand große Zustimmung in einer Bürgerbeteiligung, wurde aber damals vom Stadtentwicklungsausschuss zugunsten einer Variante ohne Wasserfläche verworfen. Der Grund: Sie hätte für einen Teilbereich eine hochwasserverträgliche Bauweise erfordert.

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