In einer halben Stunde von Nord nach Süd 

Nienburger Stadtbus übernimmt Linien 5 und 6 

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Ab dem 1. August kann man in 30 Minuten vom Citytreff am Fresenhof in die Kattriede und zurück.

Nienburg - Der Stadtbus Nienburg übernimmt die Linien 5 und 6. Das bedeutet eine spürbar bessere Anbindung von sowohl Holtorf/Kleine Riede als auch der Kattriede an die Innenstadt.

Die Planungen sind weit gediehen, die Busse sind bestellt, berichtet die Stadtbusgesellschaft Nienburg in einer Pressemitteilung.  Der Stadtbus soll die Leute – klar - von A nach B bringen. Aber nicht irgendwie und auch nicht, indem nur die lohnendsten Strecken gefahren und das meiste Geld verdient wird. „Der Stadtbus hat von Anfang an einen ausgeprägt sozialen Anspruch“, sagt Iris Köhler, Geschäftsführerin beim Stadtbus Nienburg/Weser „Das bedeutet für uns, neben günstigen Grundpreisen, auch die Entwicklung attraktiver Ticketmodelle für Vielfachfahrer und die Optimierung des Streckennetzes.“ Seit Gründung 2001 weisen die Fahrgastzahlen kontinuierlich nach oben: 2002 fuhren knapp 500 000 Menschen mit dem Stadtbus. 2003 waren es bereits mehr als 600 000. 2005 über 800 000; 2010 wurde die Millionen-Marke geknackt. 2016 wurden mehr als 1,5 Millionen Fahrgäste registriert; im vergangenen Jahr waren es dann schon fast 1,8 Millionen. Längst nicht jede kommunale Nahverkehrsgesellschaft kann solche Zahlen vorweisen. „Das ist“, sagt Köhler wohl eine recht erfreuliche Entwicklung.“ Die sei allerdings kein Selbstläufer. „Wir arbeiten eng mit unseren Fahrgästen zusammen, nehmen Anregungen und Kritik auf und reagieren, wo es möglich ist – beispielsweise mit Verstärkerbussen zu Stoßzeiten oder mit speziellen Ticketmodellen.“

Neue Haltestellen sorgen für gute Anbindung 

Vor diesem Hintergrund hatte sich die Stadtbusgesellschaft nach den Worten ihrer Chefin seit Jahren dafür engagiert, mit den Linien 5 und 6 die Gr. Drakenburger Str. und Kleine Riede sowie auch die Kattriede und den Schäferhof in das Stadtbussystem einbinden zu können. Das hat jetzt geklappt: Künftig – genauer: ab 1. August – kann man in 25 bis 30 Minuten vom City Treff am Fresenhof in die südliche Kattriede-Spitze und zurück oder eben über Arbeitsamt, Kleine Riede zum Sportplatz Holtorf und zurück fahren.

„Die Busse fahren im Stundentakt, und neue Haltestellen werden für eine gute Anbindung sorgen. Das ist, verglichen mit der bisherigen Anbindung, ein Quantensprung!“, freut sich Köhler. Und nicht nur sie: Gerade für ältere Menschen dürfte die Übernahme der beiden Linien ein großes Plus an Lebensqualität bedeuten.

Die Geschäftsführerin nennt ein drastisches Beispiel: „Ich kenne Seniorinnen aus der Kattriede, die sind bisher mit dem Bus zur Bunsenstraße gefahren und dann mit dem Rollator zu Fuß nach Hause. Das sind über drei Kilometer!“ So etwas wird künftig der Vergangenheit angehören, verspricht Köhler.

„Aktuell arbeiten wir an der Umsetzung der Pläne. Die genauen Routen und Haltestellen werden noch rechtzeitig bekanntgegeben. Ich kann aber schon sagen: Soweit irgend möglich soll jeder an den Linien 1 bis 6 Wohnende in 300 Metern Entfernung von seinem Zuhause eine Stadtbus-Haltestelle bekommen!“

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