Nienburger Stadtverwaltung erspart sich Beschlussvorschlag

Kreisel zwischen Celler und Verdener Landstraße ist endgültig vom Tisch

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Während der Bauarbeiten am Nordringkreisel war der Einmündungsbereich zur Celler Straße wenig frequentiert. Aber auch bei normalen Verkehrsverhältnissen sieht die Politik keinen Handlungsbedarf für einen Kreisel.

NIENBURG - von Leif Rullhusen. Der Kreisel zwischen Celler und Verdener Landstraße in Nienburg kommt nicht. Letzte Zweifel daran räumte der Bauauschuss der Stadt Nienburg am Donnerstagabend aus.

 Die Entscheidung stand eigentlich sogar schon vor Beginn des Bauausschusses fest. Der Einmündungsbereich zwischen beiden Straßen wird umgestaltet, bleibt aber – wie gehabt – ein Einmündungsbereich. Ebenfalls endgültig vom Tisch ist damit die Idee der Grünen, die Celler Straße von der Verdener Straße abzutrennen und den Verkehr statt dessen über den neuen Nordringkreisel zu leiten. Auf einen entsprechenden Beschlussvorschlag hatte die Stadt – deren Verwaltung hätte einen Kreisverkehr favorisiert – von vorneherein verzichtet, da die Politik ihr ohnehin nicht gefolgt wäre. Insbesondere Sozial- und Christdemokraten hatten diese Verkehrsführung abgelehnt. Auf den Tisch gekommen war sie durch den Neubau des E-Centers an der Verdener Landstraße in das dadurch erwartete zusätzliche Verkehrsaufkommen speziell in diesem Knotenpunkt. Auch die Argumente für einen Kreisverkehr ersparte sich Nienburgs Chef-Stadtentwickler Volker Dubberke. „Die sind bereits vier oder fünfmal Thema im Ausschuss gewesen“, bemerkte Dubberke. Frank Podehl (WG), Befürworter des kreisenden Verkehrs, griff sie allerdings noch einmal auf. „Ein Kreisverkehr ist der Einmündung verkehrstechnisch um Längen überlegen“, argumentierte er. Wenn man die Arbeitsamtskreuzung irgendwann ebenfalls zu einem Kreisverkehr umgestalten würde – das sei ohne viel Aufwand mit entsprechenden Markierungen machbar – könne man ohne Ampelunterbrechung vom Norden in Nienburgs Innenstadt gelangen, schwärmte Podehl von der verworfenen Verkehrsführung. Für die sprachen sich ebenfalls Peter Schmithüsen (Grüne) und Berthold Vahlsing (ADFC) aus. Gegenwind bekamen Podehl und Stadt von den Sozialdemokraten. „Es wird kein Kreisel benötigt, weil der Verkehr reibungslos läuft“, erklärte Ausschussmitglied Hartmut Waschke. Auch sei der Bereich kein Unfallschwerpunkt. Kosten spielten angesichts der angespannten Nienburger Haushaltslage in diesem Fall übrigens keine Rolle. Beide Varianten – Umgestaltung des Einmündungsbereiches und Umbau zum Kreisel – kosten etwa das gleiche, jeweils rund 1,4 Millionen Euro.

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