Nienburger Straße ist Thema im nächsten Bauausschuss der Stadt

Jetzt nur noch mit Schrittgeschwindigkeit

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Seit Montag ist die erlaubte Geschwindigkeit stadtauswärts auf der Nienburger Straße in zwei Bereichen auf zehn Stundenkilometer reduziert worden.

Nienburg - Von Leif Rullhusen. Buckelpiste ist als Bezeichnung für die Nienburger Straße fast noch untertrieben. Der Abschnitt zwischen dem Famila-Kreisel und der B6-Ausfahrt Nienburg West ist mittlerweile als Teststrecke für Offroad-Fahrzeuge bestens geeignet.

Den ohnehin schlechten Fahrbahnzustand „bereicherten“ stadtauswärts etwa zwei Wochen lang noch zwei tiefe Querfurchen, die nun provisorisch wieder verschlossen sind. Die Konsequenz: Seit Montag ist in diesen beiden Bereichen nur noch eine Höchstgeschwindigkeit von zehn Stundenkilometern erlaubt. Ausgerechnet diese „Verkehrsberuhigungsmaßnahmen“ geben aber Anlass zu Hoffnung. Es tut sich nämlich was in Sachen Reparatur. „Wir haben an diesen Stellen den Baugrund getestet“,erklärt Matthias Finger vom Sachgebiet Straßenbau in der Nienburger Stadtverwaltung. Das sei Voraussetzung, um den Aufwand einer Sanierung abschätzen zu können. Das Ergebnis dieser Grabung hatte fast historischen Charakter: „Die Straße ist sehr unterschiedlich aufgebaut. Wir haben teilweise sogar noch Kopfsteinpflaster unter dem aktuellen Belag gefunden“, berichtet Finger.

Bereits vor einem Jahr drosselte die Stadt Nienburg aufgrund der Schlaglöcher die erlaubte Höchstgeschwindigkeit von 70 auf 50 Stundenkilometer. Wer aktuell allerdings mit diesem Tempo unterwegs ist, bekommt Angst um sein Auto. Vor allem stadtauswärts fahren viele Verkehrsteilnehmer mittlerweile versetzt, um den schlimmsten Schäden auszuweichen.

Wie geht es weiter? Drosselung auf Tempo 30? Die schlimmsten Löcher provisorisch flicken Oder doch eine Totalsanierung? Das soll nun die Politik entscheiden. Die Sanierung der Nienburger Straße ist ein Tagesordnungspunkt in der Bauausschusssitzung am 20. April. Wie umfangreich die Sanierungsarbeiten ausgeführt werden, müsse die Politik entscheiden, macht Finger klar. Ein Vollausbau könne allerdings Kosten im Millionenbereich verursachen. Dafür sei alles andere nicht so nachhaltig. Michael Pohl vom Fachbereich Stadtentwicklung hatte schon vor einem Jahr gegenüber dieser Zeitung betont, dass es mit dem Auftragen einer neuen Deckschicht nicht getan sei. Er sprach damals von Sanierungskosten in Höhe von rund 200 000 Euro.

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