Nienburger Bauausschuss empfiehlt Maßnahme nun geschlossen dem Stadtrat

Nienburger Weserbrücke: Knappe Mehrheit für Sanierung und neues Geländer

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Nun doch: Die Weserbrücke soll saniert werden und ein neues Geländer bekommen.

Nienburg - Von Leif Rullhusen. Der Diskussionsbedarf war groß, das Abstimmungsergebnis sehr knapp. 

Der Bauausschuss empfahl am Donnerstagabend dem Rat der Stadt Nienburg sowohl die Sanierung der Weserbrücke, als auch dem Bauwerk zwischen Famila-Kreisel und Filmeck-Kreuzung ein neues Geländer zu spendieren. Vier Mitglieder des Gremiums votierten dafür, drei dagegen und eines enthielt sich. In der kommenden Sitzung des Stadtrates, der diese enge Entscheidung noch bestätigen muss, könnte es also spannend werden.

Bereits bis zur knappen Entscheidung am Donnerstag war der Weg durch die politischen Instanzen holprig. Eigentlich stand die Brückensanierung gemeinsam mit einem neuen Geländer schon auf der Tagesordnung der vorigen Bauausschusssitzung im Februar. Das aktuelle Geländer entspreche mit einer Höhe von 1,15 Meter nicht mehr den aktuellen Vorschriften zudem sei der Sprossenabstand zu groß, erklärte Michael Pohl, Ingenieur im Fachbereich Stadtentwicklung dem Ausschuss damals. Ob bei dem 70 Jahre alten Bauwerk Bestandsschutz bestehe, konnte nicht geklärt werden.

Das Gremium trennte daraufhin Geländererneuerung und Brückensanierung voneinander, empfahl letztere dem Stadtrat und vertagte erstere, weil noch Beratungsbedarf bestand. Aufgrund von Formfehlern und unschlüssiger Zahlen vertagte nun der Rat gegen die Stimmen der CDU auch die Brückensanierung. Die Liberalen Detlef Becker und Heiner Werner beklagten unter anderem, dass die Kosten für das Brückengeländer nicht aus der Sanierungssumme von 322 000 Euro herausgerechnet worden waren.

Die Konsequenz: Der Bauausschuss beriet jetzt noch einmal über das Gesamtpaket und empfahl es nun geschlossen dem Rat. Trotz der Entscheidung blieben im Ausschuss Fragen offen: Rüdiger Altmann (SPD) fehlten in der aktuellen Vorlage Alternativen zu einer Komplettauswechslung des Brückengeländers. Es sei nicht geklärt, ob womöglich eine Nachrüstung möglich sei. Und Frank Podehl (WG) bezweifelte, dass die Sanierungsarbeiten an der Brücke überhaupt den Bestandsschutz für das bestehende Geländer aushebeln. Für Unmut sorgte zudem, dass ein neues Geländer im vorangegangenen Bauausschuss noch mit 30 000 bis 40 000 Euro angesetzt war und in der Vorlage am Donnerstagabend bereits 65 000 Euro kosten sollte.

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