Peter Schmithüsen tritt im September in Nienburg zur Wahl an

Nienburgs Grüne treten mit eigenem Bürgermeisterkandidaten an

Petra Neubauer, Jan NIemeyer und Peter Schmithüsen stehen vor dem Nienburger Rathaus.
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Kandidat Peter Schmithüsen mit den Ortsverbandssprechern der Grünen Jan Niemeyer und Petra Neubauer (v.r.).

Mit dem Grünen Peter Schmithüsen tritt neben Jan Wendorf und Dr. Bernd Rudolph ein dritter Kandidat zur Bürgermeisterwahl in Nienburg an. Amtsinhaber Henning Onkes kandidiert nicht wieder.

  • Peter Schmithüsen tritt als dritter Kandidat zur Bürgermeisterwahl an
  • Jan Wendorf hat große Unterstützung aus den Stadtratsfraktionen
  • Klimawandel ist zentrales Thema im Wahlkampf der Grünen

Nienburg. Als einzige im Nienburger Stadtrat vertretene Partei unterstützen die Grünen nicht Jan Wendorf. Sie treten stattdessen mit einem eigenen Kandidaten zur Bürgermeisterwahl im September an. Wie bereits vor sieben Jahren geht Fraktionschef Peter Schmithüsen für die Grünen ins Rennen um den Chefsessel im Rathaus.

Bis auf Grüne unterstützen Stadtratsfraktionen Jan Wendorf

Damit kämpfen nun drei Kandidaten um das Amt des Verwaltungschefs der Kreisstadt. Jan Wendorf, der derzeitige allgemeine Vertreter des amtierenden Bürgermeister Henning Onkes hat die Unterstützung der SPD, CDU, WG und FDP-ULN, die allesamt auf eigene Kandidaten verzichten. Auch Henning Onkes, der nicht wieder zur Wahl antritt, unterstützt Wendorf.

Jan Wendorf möchte im September auf dem Chefsessel im Nienburger Rathaus Platz nehmen.

Dr. Bernd Rudolph tritt als Einzelkandidat an

Professor Dr. Bernd Rudolph ist CDU-Mitglied, tritt aber als Einzelkandidat ohne parteiliche Unterstützung an. Der Rechtsanwalt war bis vor vier Jahren Erster Stadtrat im Nienburger Rathaus und damit der stellvertretende Verwaltungschef der Kreisstadt. Bürgermeister Onkes hatte ihn damals nicht für eine weitere Amtszeit vorgeschlagen. Somit musste Dr. Rudolph sein Büro im Nienburger Rathaus nach nur einer Amtszeit räumen.

Dr. Bernd Rudolph war der stellvertretende Verwaltungschef der Kreisstadt.

Grüne treffen Entscheidung einstimmig

Die Entscheidung, mit Peter Schmithüsen einen eigenen Kandidaten aufzustellen, sei einstimmig im Rahmen einer Videokonferenz getroffen worden, heißt es in einer Pressemtteilung von Bündnis 90 / Die Grünen. „Was in Nachbarstädten wie Neustadt, Hannover und anderswo längst erfolgreich gelungen ist, hat auch in Nienburg bei der kommenden Kommunalwahl im September beste Chance, Realität zu werden: Die Wahl eines grünen Bürgermeisters“, zeigt sich der Grünen-Ortsverband kämpferisch.

Schmithüsen ist kein unbeschriebenes Blatt

Peter Schmithüsen ist dabei kein unbeschriebenes Blatt. Er leitet nicht nur den Nienburger Ortsverband der Grünen, sondern sitzt auch der Grünenfraktion im Nienburger Stadtrat vor. Nach der Entscheidung des Ortsverbands, einen eigenen Kandidaten ins Rennen um den Posten des Stadtoberhauptes zu schicken, sei die Entscheidung schnell auf Schmithüsen gefallen. „Ich freue mich sehr über das Vertrauen, das mir Vorstand und Mitglieder des Ortsverbands entgegenbringen“, erklärt Schmithüsen nach der Wahl. „Meine Kandidatur sehe ich als Angebot an alle Nienburgerinnen und Nienburger, die sich eine moderne und handlungsfähige Stadtverwaltung wünschen, die sich den Herausforderungen der Zukunft stellt.

Ähnliche Worte auch aus dem Parteivorstand: „Der Ortsverband ist sich sicher, dass es Peter Schmithüsen gelingen wird, als grüner Bürgermeister alle Bürgerinnen und Bürger zu motivieren und mitzunehmen, um den Wandel in Nienburg zukunftsorientiert ökologisch und sozial zu gestalten.“ Petra Neubauer, Sprecherin des grünen Ortsverbands, ergänzt: „Peter Schmithüsen bringt neben einem ausgeprägten diplomatischen Geschick klare, zukunftsorientierte Vorstellungen für eine Stadtentwicklung mit.“

Klimawandel als zentrales Wahlkampfthema

Während die erforderliche formale Aufstellungsversammlung laut Mitteilung für den April geplant werde, scheint die thematische Ausrichtung des Wahlkampfes derweil schon klar – und ist bei den Grünen auch nicht weiter überraschend. „Der Klimawandel macht auch vor Nienburg nicht halt“, sagt Ortsverbandssprecher Jan Niemeyer. „Um es mit den besonderen Herausforderungen der heutigen Zeit aufzunehmen, braucht es entschlossenes klimapolitisches Handeln – und ein grüner Bürgermeister wäre die Chance für einen wirklichen Wechsel.“

Der Bürgermeisterkandidat bestätigt den Kurs: „Meine Agenda für die Bewerbung um das Amt des Bürgermeisters wird von einem konsequenten Klimaschutz in allen Themenfeldern geprägt und zielt auf eine ökologische und ressourcenschonende Stadtentwicklung. Es wird besonders in den kommenden Jahren angesichts leerer Kassen wichtig sein, eine Balance zwischen dem notwendigen Erhalt der städtischen Infrastruktur und den finanzierbaren Konzepten für die Zukunft zu bewahren.“ ‹

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