Planen und organisieren

Nienburgs Mehrgenerationenhaus lebt von ehrenamtlichen Engagement und Kooperation

+
Trafen sich zu Planung und Austausch: Die Haupt- und Ehrenamtlichen im Mehrgenerationenhaus „familienhORT“.

Nienburg - Zu einem Planungs- und Organisationsabend trafen sich ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeiter in der vergangenen Woche im „familienhORT“ in der Alpheide. Mit viel Elan und tollen Ideen gestalten sie gemeinsam das bunte und abwechslungsreiche Programm der Einrichtung, die als Mehrgenerationenhaus seit einem Jahr das Stadtteilleben der Alpheide bereichert.

„In dieser Einrichtung können wir auf das Engagement von mehr als 20 Ehrenamtlichen bauen, die sich mit ihren Ideen und ihrer Zeit einbringen, um Monat für Monat das tolle Programm zusammenzustellen“, freut sich Sprotte-Geschäftsführerin Barbara Weissenborn.

Über das Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus finanziert der Sprotte-Verein die beiden hauptamtlichen Mitarbeiterinnen, die für den Rahmen sorgen, aber ohne das Engagement der Ehrenamtlichen und Kooperationspartner wäre das Angebot sehr dünn. 40.000 Euro steuern Bund und Kommune bei, knapp 20.000 Euro kommen ab 2018 aus einer Richtlinie des Landes für „Migration und Teilhabe“ dazu. Weissenborn: „Damit decken wir die Programmanforderung nach dem ,Offenen Treff’, der Beratung und Angeboten zur Integration ab. Die vielen Angebote für alle Altersgruppen von Basteln, Schach, Seniorennachmittag, Gymnastik über Buchkino bis zu Nähtreffs und Gitarrengruppe steuern die freiwillig Engagierten und unsere Kooperationspartner bei“.

Allen voran das Seniorenzentrum in der Alpheide, das seit langem an jedem Mittwoch einen „Nachmittag für alle Sinne“ anbietet, zudem sich Bewohner der Einrichtung mit Interessierten aus dem Gebiet bei Kaffee und Kuchen treffen und gemeinsam singen, kreativ sind oder ihr Gedächtnis trainieren. Die Angebote für Senioren bündelt der Sprotte-Verein ansonsten auf den Donnerstag. „Das Haus ist nicht sehr geräumig, da muss man ein bisschen berücksichtigen, dass zuviel Nebeneinander auch kontraproduktiv sein kann“, erklärt Barbara Weissenborn. „An den anderen Tagen herrscht dagegen ein buntes Gewusel der Generationen und Kulturen.“

Monatliche Programmplanung

Bei regelmäßigen Treffs überlegen alle gemeinsam, was in den nächsten Wochen und Monaten im Haus am Dürerring angeboten werden kann. Die Aufgabe des Sprotte-Vereins dabei ist, die passenden Rahmenbedingungen zu schaffen und Spenden einzuwerben, um Angebote und Ausflüge anbieten zu können und die Ehrenamtlichen fachlich zu unterstützen. „Wir sind dankbar und sehr beeindruckt von diesem Engagement“, fasst Volker Dubberke das Ergebnis des Treffens zusammen. Als administrativer Ansprechpartner vertritt er das Projekt gegenüber dem zuwendenden Ministerium und dem Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA).

Monatlich erscheint das Programm in einem Flyer, den man direkt vor Ort, im Sprotte und auch im Internet bekommt. „Wirklich schön ist, dass sich bereits im ersten Jahr einige Gruppen wie zum Beispiel der Shanty-Chor gefunden haben, die das Haus abends für ihre Treffen nutzen“, betont Barbara Weissenborn.

Erstes Higlight 2018: Neues Spielgerät

Im Rahmen der Richtlinie „Migration und Teilhabe“ wird es in diesem Jahr einige Projekte geben, die das Haus noch weiter öffnen. Mit Handarbeitsmärkten, einem Mosaikprojekt und einem kleinen Stadtteilfest für die Alpheide wollen die Aktiven noch mehr Menschen einladen, das Haus kennenzulernen und für sich zu entdecken. Im Juni ist darüber hinaus ein Ausflug zu den Vilsa-Brunnen geplant und für den April hat Angelika Guss, die die Einrichtung vor Ort leitet, eine Fahrt für Kinder zur Wissenswerkstatt nach Diepholz organisiert. „Der Tipp dazu kam von unserem Kooperationspartner, der Alpheideschule“, berichtet Guss über die Idee, mit Kindern einen Besuch dort zu machen, um spannende Phänomene aus Naturwissenschaft und Technik beim Experimentieren zu entdecken. 

Erstes Highlight in diesem Jahr ist die Ergänzung des schönen „Garten der Generationen“ um ein Kleinkinder-Spielgerät, das der Sprotte-Verein mit Unterstützung der Volksbank Nienburg anschaffen kann. Neben den Stadtteil-Hühnern und der Sandkiste soll die neue Kleeblattwippe ab März dafür sorgen, dass Familien mit kleinen Kindern sich besonders willkommen fühlen, das Haus und sein Außengelände zu nutzen.

Wer sich für das Programm des Mehrgenerationenhauses interessiert oder sich zu einem der Ausflüge anmelden möchte, kann sich direkt vor Ort an Angelika Guss wenden oder den aktuellen Flyer dort abholen oder im Internet auf der Seite des Sprotte-Vereins unter www.das-sprotte.de herunterladen.

Das könnte Sie auch interessieren

Technik

Die Playstation Classic im Test

Die Playstation Classic im Test
Reisen

Diese neun bezaubernden Strände in Thailand sollten Sie gesehen haben

Diese neun bezaubernden Strände in Thailand sollten Sie gesehen haben
Reisen

Was in anderen Ländern an den Christbaum kommt

Was in anderen Ländern an den Christbaum kommt
Politik

Gedenken an Anschlag auf Weihnachtsmarkt

Gedenken an Anschlag auf Weihnachtsmarkt

Meistgelesene Artikel

Tuberkulose: Auch Fälle in Nienburg

Tuberkulose: Auch Fälle in Nienburg

Liebenau: Bewohner nach Küchenbrand im Krankenhaus 

Liebenau: Bewohner nach Küchenbrand im Krankenhaus 

Nikolausmarkt in Bücken macht seinem Namen alle Ehre

Nikolausmarkt in Bücken macht seinem Namen alle Ehre

Deutliches Votum gegen Nienburger Innenstadt-Großprojekt

Deutliches Votum gegen Nienburger Innenstadt-Großprojekt

Kommentare