Ins Parlament nachgerückt 

Jetzt offiziell: Marja-Liisa Völlers ist Bundestagsabgeordnete 

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Marja-Liisa Völlers auf der Dachterasse des Reichstages. 

Nienburg/Berlin - Mit großer Freude, hoher Motivation und voller Tatendrang hat Marja-Liisa Völlers am Donnerstag ihr Bundestagsmandat bei der Landeswahlleiterin in Hannover formell angenommen. Das berichtet die SPD in einer Mitteilung. 

Da die Braunschweiger Bundestagsabgeordnete Carola Reimann das Ministerium für Soziales in Hannover übernimmt rückt die Lehrerin über die niedersächsische SPD-Landesliste in den Deutschen Bundestag nach. 

„Ich freue mich sehr auf meine neue Aufgabe. Dass Nienburg-Schaumburg nur wenige Wochen nach der Bundestagswahl mit mir wieder eine SPD-Abgeordnete hat, ist ganz wunderbar. Im Moment regele ich viele organisatorische Fragen. Ich brauche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Berlin und im Wahlkreis und Büroräume. Das alles möchte ich möglichst schnell erledigen, damit die inhaltliche Arbeit in Berlin und in Nienburg-Schaumburg sofort beginnen kann“, sagt die 33 Jahre alte Münchehägerin.

In den letzten Tagen sei Völlers oft gefragt worden, ob sie sich nicht einen ruhigeren Einstieg in die Bundespolitik gewünscht habe, berichtet die Partei. „Sicherlich wäre eine weniger turbulente Ausgangssituation schöner, aber ich neige nicht zu Panik. Ich werde mich jetzt rasch in meine Themen einarbeiten. Die politische Großwetterlage ist im Moment sehr unbeständig. Ich bin keine Freundin von Großen Koalitionen. Diese sollten eine Ausnahme darstellen und nicht zur Regel werden“, so Völlers weiter.

Die SPD-Bundestagsabgeordnete teile die Auffassung der SPD-Bundestagsfraktion, wonach die geschäftsführende Bundeskanzlerin die Situation nun lösen müsse. „Frau Merkel und die Union waren trotz herber Verluste die klaren Sieger der Bundestagswahl im September. Sie haben den Auftrag zur Regierungsbildung erhalten. Die SPD ist für ihre Beteiligung an der letzten Großen Koalition abgestraft worden. Wir wurden von den Wählerinnen und Wählern eindeutig in die Opposition geschickt. 20,5 Prozent sind das historisch schlechteste Ergebnis unserer Partei. Wir übernehmen Verantwortung als Oppositionsführerin im Bundestag. Und derzeit noch mit unseren Ministerinnen und Ministern in der geschäftsführenden Bundesregierung. Das wird gerne vergessen. Ich teile die Sicht unserer Fraktionsvorsitzenden Andrea Nahles: Wir sind selbstverständlich zu Gesprächen bereit, notfalls scheuen wir aber auch keine Neuwahlen.“

Völlers hatte am 24. September den Einzug in den Bundestag verpasst. Maik Beermann (CDU) hatte das Direktmandat im Wahlkreis Nienburg-Schaumburg geholt. 

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