TLF 8 steht zum Verkauf

TLF 4000 löst seinen 38-jährigen Vorgänger ab

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Symbolisch übergaben Samtgemeindebürgermeister Detlef Meyer (links) und Gemeindebrandmeister Carsten Meyer (Vierter von links) einen Schlüssel an Ortsbrandmeister Wilfried Gütz und seine Stellvertreterin Petra Guder. Im Hintergrund ist das TLF 16 (T), wie es bis 1980 in Hoya zu sehen war.

Hoya - Solch ein großes Fahrzeug fällt auf, viele Leute haben es sicher schon gesehen – ob beim Ausbildungsdienst vor dem Gerätehaus in Hoya oder bei sechs Einsätzen, die es bereits absolviert hat. Jetzt wurde das neue Tanklöschfahrzeug (TLF) 4000 auch offiziell in einer Feierstunde an die Stützpunktwehr Hoya übergeben. Bereits seit Ende Dezember steht das Fahrzeug vor dem örtlichen Gerätehaus. Zuvor hatte es eine Delegation der Hoyaer Wehr aus Ulm abgeholt.

Symbolisch überreichte Samtgemeindebürgermeister Detlef Meyer im Beisein von Gemeindebrandmeister Carsten Meyer einen Schlüssel an Ortsbrandmeister Wilfried Gütz und seine Stellvertreterin Petra Guder. „In Hoya, zentral gelegen, mit dem großen Industriegebiet und der Landschaft umzu ist das TLF 4000 mit modernster Technik eine lohnende Anschaffung“, sagte Detlef Meyer in seiner Ansprache.

Das TLF 4000 von der Firma Magirus im Wert von 340.000 Euro löst seinen 38-jährigen Vorgänger, das Tanklöschfahrzeug 8, ab. Es fuhr seit 1980 zahlreiche Einsätze mit den Hoyaer Feuerwehrleuten und rettete so einiges an Hab und Gut und Menschenleben. Jetzt steht das ausgediente Fahrzeug zum Verkauf.

Herbert Harms aus Hoya (rechts) schnitzte ein Andenken an die drei Fahrzeuge, die in Hoya im Einsatz waren und sind, und übergab es an Ortsbrandmeister Wilfried Gütz.

Bei der feierlichen Übergabe waren nicht nur die Kameraden der Ortsfeuerwehr Hoya, die Mitglieder der Kinderfeuerwehr Hoya und der Jugendfeuerwehr Hoya anwesend, Ortsbrandmeister Wilfried Gütz begrüßte auch zahlreiche Gäste unter anderem aus Feuerwehr und Politik sowie von der Polizei und dem Technischen Hilfswerk (THW).

Dank der Ortsfeuerwehr Nienburg, die ein TLF 16 (T) mitgebracht hatte, wie es in Hoya von 1958 bis 1980 im Dienst war, konnten die Besucher alle drei TLF-Arten, die es in Hoya bis jetzt gab, begutachten. Das waren das TLF 16 (T) von 1958 bis 1980, das TLF 8 von 1980 bis Ende 2017 und das jetzige TLF 4000.

Andenken im Gerätehaus

Ein Andenken an die drei Fahrzeuge hat die Feuerwehr Hoya nun auch im Gerätehaus. Herbert Harms aus Hoya hatte im Auftrag der Wehr neben dem Schlüssel auch ein Schild mit den drei Tanklöschfahrzeugen, dem Schloss Hoya und der Weser im Hintergrund, dem Feuerwehremblem sowie dem Schriftzug „Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr“ geschnitzt.

Nach dem offiziellen Teil gab es für alle Gäste eine Stärkung sowie Vorführungen der modernen Technik des neuen Fahrzeugs. Dieses ist nur eine von weiteren Investitionen ins Feuerwehrwesen. So stehen laut dem Investitionsplan der Samtgemeinde für den Zeitraum 2018 bis 2021 neben dem Umbau der Feuerwehrhäuser in Hoya und Wienbergen sowie dem Neubau des Feuerwehrhauses in Eystrup (Gesamtkosten von mindestens 3,8 Millionen Euro) weitere Investitionen in Fahrzeuge an.

Für 2019 sind 300.000 Euro für den Kauf eines Löschgruppenfahrzeugs 20/16 für die Feuerwehr Hoya vorgesehen sowie 280.000 Euro für ein Tanklöschfahrzeug 2 000 für die Feuerwehr Wienbergen. Im Jahr 2020 soll für die Feuerwehr Eystrup ein TLF 3000 gekauft werden (Kosten: 330.000 Euro). Die Anschaffung einer Drehleiter für Hoya (Kosten: 680.000 Euro) ist für 2021 vorgesehen. Im selben Jahr soll die Feuerwehr Eystrup ein Löschgruppenfahrzeug 20/16 (Kosten: 300.000 Euro) erhalten. Zudem steht die Beschaffung eines Mehrzweckbootes an, dafür sind 65.000 Euro vorgesehen. 

mtm/vik

Die Daten

Das neue Fahrzeug ist ausgestattet mit einer leistungsfähigen 3000-Liter-Feuerlöschkreiselpumpe, einem Löschwasservorrat von 5000 Litern plus 500 Liter Schaummittel, einer Anlage der Firma „Firedos“ zur automatischen Schaummittelzumischung von 0,1 bis 6 Prozent, einem ferngesteuerten Wasserwerfer mit 2400 Liter/Minute auf dem Dach, einem Sprühbalken zum Eigenschutz bei Flächenbränden, einen LED-Lichtmast sowie mit weiterem Zubehör wie tragbarem Wasserwerfer oder Akku-Lüfter. Laut Hersteller ist das Fahrzeug optimal geeignet für die Brandbekämpfung abseits befestigter Straßen.

Quelle: kreiszeitung.de

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