In wenigen Tagen sollen die Pfahlgründungsarbeiten beginnen

Filmpalast am Hafen: Klappe, die Erste!

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Mit einer Filmklappe geben Kinobetreiber Holger Glandorf, seine Frau Sandra und Projektkoordinator Walter Meinderes (v.r.) den offiziellen Startschuss zu den Bauarbeiten.

Nienburg - Von Leif Rullhusen. Zur James Bond-Premiere sollte der Filmpalast am Nienburger Hafen fertig sein. Das wird wohl klappen. Allerdings nur, weil diese sich noch weiter verzögert, als der Baustart des Kinoneubaus.

Ursprünglich sollten Kinoeröffnung und Bond-Premiere in diesem Monat sein. Nun hat Investor und Kinobetreiber Holger Glandorf die Fertigstellung auf den September 2019 terminiert – ein halbes Jahr später soll James Bond in die Kinosäle kommen.

Die Ampeln für den Baubeginn des Filmpalastes stehen jetzt tatsächlich auf „grün“ – zumindest fast. „Ein paar Kleinigkeiten müssen noch geregelt werden. Ich gehe davon aus, dass wir in den nächsten Tagen starten“, erklärt Glandorf. „Baustrom- und Wasseranschluss fehlen noch, sind aber beantragt.“ 

Holger Glandorf und Walter Meinders freuen sich auf den baldigen Baubeginn. 

Sobald die Infrastruktur bereitsteht, werde die Pfahlgründung beginnen, berichtet Projektkoordinator Walter Meinders. Dazu werden rund 150, jeweils acht bis neun Meter tiefe Löcher in das Erdreich am Nienburger Hafen gebohrt, in die anschließend Stahlbewehrungen und Beton kommen. „Auf diesen Stelzen steht das Gebäude zukünftig“, erläutert Meinders. Das habe ausschließlich statische Gründe, sagt er. Erst in acht bis neun Metern Tiefe sei eine tragfähige Sandschicht. „Die müssen wir erreichen.“ Auf einer ähnlichen Konstruktion ruht übrigens das Wesavi – aus gleich Gründen. Noch in diesem Jahr sollen die Pfahlgründungsarbeiten abgeschlossen sein und die Bodenplatte gegossen werden.

Ursache für die rund einjährige Bauverzögerung des neuen Kinos waren die Eigentumsverhältnisse des Baugrundstücks. Das gehörte ursprünglich dem Wasser- und Schifffahrtsamt. Die Stadt stellte der Behörde ein Ausgleichsgrundstück als Tausch zur Verfügung. Was sich auf den ersten Blick einfach anhört, wurde zu einem monatelangen, nervenaufreibenden Marathon durch die verschiedensten behördlichen Instanzen.

Es ging um viele Details. Ein entscheidendes war die Wertermittlung der unterschiedlich großen und genutzten Areale. „Bis mir das Grundstück offiziell übertragen wurde, durfte ich das Gelände nicht einmal vermessen“, berichtet Glandorf. „Das hat viel Zeit und Geld gekostet.“ Konkretisiert zum Baustart haben sich die Kinopläne. Grundsätzlich sei der Planungsstand von vor einem Jahr noch aktuell, sagt Glandorf. Allerdings müsse eine als Erker gestaltete Fensterfläche mit Blick auf den Hafen an der Kinoflanke aus Brandschutzgründen einem Notausgang geopfert werden. 

Neu hinzugekommen ist dagegen eine große Cafeteria mit Freisitz im Eingangsbereich. Nicht nur für Kinobesucher: „Wir möchten den Standort zu einem Treffpunkt machen und möchten dort auch Fahrradtouristen begrüßen“, plant der Kinobetreiber.

Nach der Fertigstellung wird das Kinocenter unter seinem Dach sieben Säle, darunter ein sogenanntes Sofakino, vereinen. Die bieten Platz für insgesamt 765 Besucher und sind mit modernster Technik ausgestattet.

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