Eier und Hasen aus artgerechter Haltung kaufen

Tierheim Drakenburg: An Ostern auch an die Tiere denken

Damit nicht nur der Osterhase, sondern auch seine Artgenossen ein schönes Leben haben, bittet das Tierheim, beim Kauf von tierischen Produkten auf artgerechte Haltung zu achten. - Foto: Tierheim

Landkreis - Schokohasen, österliches Gebäck und bunt gefärbte Eier überall – Ostern steht vor der Tür. Nur leider stammen die meisten Eier aus Käfighaltung, denn gekochte und gefärbte Eier müssen nicht entsprechend mit der „3“ gekennzeichnet werden, schreibt das Tierheim Drakenburg.

Während sich viele Verbraucher beim Frühstücksei bewusst gegen Käfigeier entschieden, sei die Herkunft der Eier unter der Farbschicht nicht erkennbar. Deshalb sollten tierliebe Verbraucher nur gefärbte Eier aus Bio- oder Freilandhaltung kaufen, empfiehlt das Tierheim. Vorsicht sei auch bei Nudeln, Kuchen, Keksen und anderen Fertigprodukten angesagt, da dafür zumeist ebenfalls Käfigeier verwendet würden – und zwar milliardenfach.

Da bei den Fertigprodukten nur selten eindeutig zu erkennen sei, aus welcher Haltung die tierischen Zutaten stammen, sollte auch dort eine gesetzlich verankerte Kennzeichnungspflicht eingeführt werden. Nur bei Produkten, die ausdrücklich als Bio gekennzeichnet sind, ist sicher, dass die Eier aus tiergerechter Haltung stammen, wo die Hennen Auslauf im Freien haben „und nicht mit Medikamenten vollgepumpt werden.“ Bei allen Produkten ohne weiteren Hinweis auf die Herkunft der Eier ist davon auszugehen, dass diese von Hennen aus Käfighaltung stammen, wo die Tiere auf engstem Raum unter nicht artgerechten Bedingungen leben und leiden müssen.

Auf Kaninchenbraten verzichten

Auch auf den traditionellen Kaninchenbraten sollten Verbraucher laut Schreiben verzichten und damit ein Zeichen gegen die tierschutzwidrige Haltung der rund 25 Millionen Mastkaninchen in Deutschland setzen. Denn diese seien in der Mast meistens in eintönige und enge Käfige gepfercht. Sie litten unter dem geringen Platzangebot und ungenügenden Rückzugsmöglichkeiten.

Die Haltung auf perforierten Böden könne zu Pfotenverletzungen und -geschwüren führen. Hinzu kämen Verhaltensstörungen wie Aggressivität oder Stereotypie, die durch den Platzmangel und nicht ausreichende Beschäftigungsmöglichkeiten hervorgerufen würden. Dazu würden die Tiere mit energiereichem Trockenfutter gefüttert, das oft zu tödlich verlaufenden Magen-Darm-Erkrankungen führe.

Übrigens freuen sich die Bewohner im Tierheim Drakenburg auch über Ostergaben, zum Beispiel über Katzenaufzuchtmilch, Katzenmilch, Nassfutter für Katzenkinder, Katzen und Hunde, Leckerlis, Spielzeug, Katzenstreu, Waschmittel, Allzweckreiniger und einige stabile Putzeimer. Diese werden gerne während der Öffnungszeiten im Tierheim Drakenburg angenommen.

Weitere Infos zum Tierschutz und zu den im Tierheim Drakenburg betreuten Tieren gibt es Montag bis Sonnabend zwischen 12 und 16 Uhr und Sonntag zwischen 14 und 16 Uhr unter Telefon 05024/8433 und im Internet. Ebenso sind freiwillige Helfer (zum Beispiel Katzenstreichler, Gassigänger und Handwerker) immer willkommen.

www.tierheim-drakenburg.de

Quelle: kreiszeitung.de

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