56-Jähriger geht auf eigenen Wunsch nach Lingen

Pastor Paul-Gerhard Meißner verlässt Bücken nach 22 Jahren

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Paul-Gerhard Meißner vor der Bücker Stiftskirche. „Das Leben im Dorf war toll – hier ist man ja noch richtig ein Teil davon“, sagt er. Mit 56 Jahren will er nun noch einmal etwas Neues wagen.

Bücken - Pastor Paul-Gerhard Meißner verlässt Bücken im Januar. Kein leichter Schritt nach 22 Jahren. „Meine Frau und ich sind in Bücken heimisch geworden. Unsere vier Kinder sind hier groß geworden und noch immer verwurzelt, obwohl drei von ihnen längst ausgezogen sind. Wir haben gerne in Bücken gelebt“, sagt der evangelische Theologe.

„Aber ich bin jetzt 56 Jahre alt – das heißt, ich habe noch zehn oder zwölf Arbeitsjahre vor mir. Also war klar: Wenn ich noch mal in einen neuen Bereich, in eine andere Region wechseln möchte, sollte ich es jetzt machen.“

Das sagt Paul-Gerhard Meißner in einem Gespräch mit Miriam Unger, der Pressesprecherin des Kirchenkreises Syke-Hoya. Meißner sucht die neue Herausforderung im Emsland: Am 18. Februar 2018 wird er in der Kreuzkirche Lingen eingeführt, teilt Miriam Unger mit. Meißner wird dort im Team mit einer Pastorin, einem Kirchenmusiker und einer Mitarbeiterin für die Kinder- und Jugendarbeit zwei Gemeinden betreuen. Die Verabschiedung in der Bücker Stiftskirche ist am Sonntag, 21. Januar 2018, um 15 Uhr.

Rückblick auf 22 Jahre Gemeindearbeit

„22 Jahre sind eine lange Zeit, in der wir vieles erlebt und gemacht haben: Bewegende Gottesdienste, vielfältige Konzerte und Musik, Gemeindeprojekte, Glaubenskurse, die Entstehung des Kreuzwegs, die Jugendfreizeiten, die ,Church-Night‘, ein Gottesdienst mit Stationen zum Mitmachen für Jugendliche …“, blickt Meißner zurück. 

„Aber am wichtigsten war es mir immer, die Menschen zu begleiten in ihren unterschiedlichen Lebenssituationen, in Freud und Leid. Ich werde diese aktive Gemeinde mit ihren vielen Ehrenamtlichen vermissen, mit denen wir viel bewegt haben. Diese schöne Kirche. Aber auch die Schützenfeste und Geburtstage, die Nachbarschaft zur Feuerwehr und das Miteinander im MTV.“

Nachfolge noch nicht geregelt

Auch für Meißners Familie bricht eine neue Zeit an. Nach Lingen werden Paul-Gerhard Meißner und seine Frau Claudia alleine ziehen. Ihr jüngster Sohn Henrik (20) bleibt in der Region, er macht gerade eine Ausbildung zum Zimmermann. Seine Schwestern Lea (23) und Caroline (25) leben in Osnabrück und Göttingen, wo sie in den Bereichen Logopädie und Lerntherapie arbeiten. Meißners ältester Sohn, Frithjof (28), lebt im Odenwald und macht eine Ausbildung zum Pastor.

Die Nachfolge für Paul-Gerhard Meißner ist noch nicht geregelt. Die Pastorenstelle in Bücken wird nun ausgeschrieben, heißt es in der Pressemitteilung des Kirchenkreises. Meißner wünscht sich einen Nachfolger, der offen ist, sich gut vernetzen kann, gleichermaßen Lust auf die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen als auch mit Senioren hat und genauso gerne mit den Menschen in der Gemeinde, im Dorf und in der Region lebt wie er und seine Familie es getan haben.

Quelle: kreiszeitung.de

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