Vermieter bewies richtigen Riecher

"Dachwirtschaft": Knapp 600 Cannabispflanzen in Warmsen gefunden

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Ein Teil der Pflanzen und der Installationen zur Zucht.

Warmsen - Am späten Vormittag des Montags, 9. Januar, wurde den Polizeibeamten der Station in Uchte von einem Hausvermieter mitgeteilt, dass in einem ihm gehörenden Gebäude offenbar eine größere "Indoor-Plantage" für Rauschgift betrieben werde.

Die Polizeibeamten fanden auf dem Dachboden eines landwirtschaftlichen Gebäudes bei Warmsen eine professionell angelegte und betriebene sogenannte "Indoor-Plantage" für Cannabispflanzen. Insgesamt konnten 588 Pflanzen von zirka ein Meter Höhe sichergestellt werden. In Absprache mit der zuständigen Staatsanwaltschaft Verden wurden weitere Maßnahmen angeordnet und durchgeführt.

So fanden die Beamten bei einer anschließenden Durchsuchung unter anderem in einer zu dem Gehöft gehörenden Wohnung bereits geerntetes Cannabis in größeren Mengen. Im Rahmen der Ermittlungen, die zwischenzeitlich durch Beamte des Polizeikommissariats Stolzenau übernommen wurden, verdichtete sich ein Verdacht gegen zwei Mieter des Objektes, beide mit niederländischer Staatsangehörigkeit. Diese wurden vor Ort nicht angetroffen.

Als die beiden Männer gegen Abend mit ihrem Pkw zu ihrer Wohnung zurückkehrten, wurden sie von der Polizei erwartet und konnten nach einem kurzen Fluchtversuch vorläufig festgenommen werden. Aufgrund des Umfanges der sicherzustellenden Pflanzen und bereits geernteten Drogen, dem Abbau der Beleuchtungs- und Wärmeanlagen sowie der weiteren Ermittlungen gegen die beiden 30- und 32-jährigen Tatverdächtigen, werden die Ermittlungen des Polizeikomisseriats Stolzenau mit starker Unterstützung durch Spezialisten der Inspektion in Nienburg am heutigen Dienstag, 10. Januar, fortgesetzt.

Kriminaltechniker sichern eine Vielzahl von Spuren und mit speziell ausgebildeten Rauschgiftspürhunden wird das gesamte Gehöft untersucht. Die Ermittlungen finden in enger Absprache mit der zuständigen Staatsanwaltschaft Verden statt.

Ob ein Antrag auf Untersuchungshaft gestellt wird, kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gesagt werden, dazu müssen zunächst alle Ermittlungsergebnisse vom Tatort vorliegen. Weitere Auskünfte zum Fund der fast 600 Cannabispflanzen geben Staatsanwaltschaft und Polizei derzeit nicht.

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