Polizei-Großeinsatz bleibt ohne Erfolg

Keine Leiche auf dem Grund der Weser

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Die Taucherin wurde von dem Boot des Wasser- und Schifffahrtsamtes gesichert.

Nienburg – von Kristina Stecklein. Polizei-Großeinsatz – das war es definitiv. Doch Gewissheit brachte die knapp dreistündige Bemühung nicht ans Licht: Eine Leiche konnte die Taucherin der Polizei in der Weser nicht finden.

Der 70-jährige Rudolf Sch. wird seit Montag vermisst. Mittlerweile hat die Polizei Nienburg einiges an Suchaktionen durch: Ob Hubschrauber, Sonar-Boot oder Mantrailer-Hund – unversucht ließen die Beamten nichts. Nach einer Auswertung der Sonar-Boot-Bilder stellten sie am Donnerstagmorgen fest, dass sich auf dem Grund des Weser, an einem Punkt unter der B6-Weserbrücke entlang der Marschstraße, etwas befand, was sich nicht direkt identifizieren ließ.

„Der Kollege hatte vermerkt, dass es sich dabei möglicherweise um eine Kuh oder ein Pferd handelt. Als ich heute morgen rüber geguckt habe, war ich mir da nicht so sicher“, erklärt Frank Schäfer, Stationsleiter der Wasserschutzpolizei. Er verwies darauf, dass es auch ein Mensch sein könne: „Ich habe früher auch Sonar-Auswertungen gemacht.“ Insgesamt wurden elf Objekte gefunden. Stellvertretender Stationsleiter Johannes Held verdeutlicht: „Da war ein Ruderboot, ein altes Auto, ein Tresor. Aber nichts sah aus, wie das hier.“

Auf dem Grund der Weser lag ein nicht näher definierbares Objekt.

Daraufhin folgte der Einsatz am Donnerstagmittag: Zwei Taucher, mehrere Polizisten und Boote kämpften gegen eine starke Strömung, zu tiefe Flussstellen und glatten Untergrund unter der Brücker der B6 an. Über zwei Stunden verbrachten die Polizisten der Wasserschutzpolizei mit der Ausrichtung des ersten Bootes und der zugehörigen Vorbereitung. Da dies nicht gelang, kam ein Boot des Wasser- und Schifffahrtsamtes Verden zur Unterstützung. Von dort aus wurde die Taucherin anschließend gesichert. „Das ist nicht ganz ungefährlich“, bestätigt die Polizei. Durch die starke Strömung könne das Seil reißen, deshalb sei es besonders wichtig, das Boot entsprechend auszurichten.

Entlang einer Boje, die die Stelle der Sonar-Auswertung markierte, versank die Taucherin. Die Zeit verstrich, ehe sich der Einsatzleiter auf dem Boot umdrehte und Handzeichen gab: Einsatz Ende. Und ohne Erfolg, was auch immer sich auf dem Grund befand – ein Mensch war es nicht.

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