Polizei kontrolliert Lkw auf der B6 und entdeckt gravierende Sicherheitsmängel

Gebrochene Bremsscheiben und blanke Reifen

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In einem abgesperrten Bereich wurden die Lkw einer gründlichen Inspektion unterzogen.

Langendamm. Gravierende Sicherheitsmängel, überladene Gespanne und ungesicherte Ladungen: Die Liste der Verstöße im Rahmen einer Lkw-Kontrolle der Nienburger Polizei war lang. Elf Fahrer durften nicht weiterfahren.

Am Donnerstag führte die „Regionale Kontrollgruppe“ der Polizeidirektion (PD) Göttingen an der Bundesstraße 6 in Langendamm eine Kontrolle des Schwerlastverkehrs durch. 22 Spezialisten mehrerer Polizeidienststellen der PD waren unter Leitung der Verfügungseinheit der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg eingesetzt, den Gewerblichen Güter- und Personenverkehr (GGPV) zu überprüfen. Die zu kontrollierenden Lkw wurden dazu in einem abgesperrten Bereich einer gründlichen Inspektion unterzogen. Am Nachmittag hatten die Polizeibeamten 54 Lkw in der Kontrollstelle, dabei mehr als die Hälfte mit einem Gesamtgewicht über zwölf Tonnen. In 36 Fällen – also bei zwei Drittel aller kontrollierten Fahrzeuge – lagen erhebliche Mängel vor, die ein Verfahren nach sich ziehen. Elf Fahrern wurde an Ort und Stelle die Weiterfahrt untersagt, weil entweder gravierende Sicherheitsmängel vorlagen, die Gespanne überladen waren oder die Ladung nicht ausreichend gesichert worden war.

Als Beispiele seien hier ein Lkw-Fahrer aus einem osteuropäischen Land genannt, dessen Zugmaschine zwei gebrochene Bremsscheiben an der Vorderachse aufwies, sowie ein ebenfalls Osteuropäer mit eklatanten Sicherungsmängeln bei einer Gefahrgutbeförderung, an dessen Zug zusätzlich drei Reifen nicht mehr zu gebrauchen waren.

Am Ende des Kontrolltages waren 34 deutsche, 18 EU-Mitglieder sowie zwei Lkw aus Nicht-EU-Staaten überprüft worden. Neben diversen gebührenpflichtigen Verwarnungen fertigten die Polizeibeamten noch fünf Anzeigen wegen Verstößen gegen das Fahrpersonalrecht sowie das Güterkraftverkehrsgesetzt. Drei Mal wurden Ordnungswidrigkeitenanzeigen wegen erheblicher Geschwindigkeitsverstößen geschrieben. Elf Sicherheitsleistungen von Nichtdeutschen Fahrern in Höhe von 1865 Euro vervollständigen die erschreckende Tagesstatistik.

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