260 neue Anwärter in Nienburg eingestellt

Polizeistudium beginnt

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Ein neuer Lebensabschnitt hat am Montag für die angehenden Polizisten in Nienburg begonnen. Dieter Buskohl, der Direktor der Polizeiakademie Niedersachsen hat sie dazu begrüßt. 

Nienburg -  260 junge Leute haben es geschafft. Sie haben sich im Bewerbungsverfahren der Polizei durchgesetzt und wurden am Montag als Polizeikommissaranwärter in Nienburg begrüßt. „Das ist ein großer Tag für Sie. Herzlich willkommen“, sagte Dieter Buskohl, der Direktor der Polizeiakademie Niedersachsen.

Buskohl empfing die neuen Studenten jedoch nicht nur, sondern beglückwünschte sie auch in seiner Rede. Mehr als 7000 Bewerber habe es gegeben. „Mit dem erfolgreichen Absolvieren des herausfordernden Testverfahrens haben Sie schon einen großen Schritt getan“, lobte er. Insgesamt wurden 870 neue Anwärter in Niedersachsen eingestellt. 206 davon werden in Oldenburg ausgebildet, 404 in Hann. Münden.

Zusammen mit den Studenten, die im April mit ihrer Ausbildungen begonnen haben, wurden 2017 insgesamt 1.145 Anwärter eingestellt – so viele wie noch nie in der zehnjährigen Geschichte der Polizeiakademie. Und das sei auch gut so, findet Buskohl. „Wir brauchen jeden einzelnen von Ihnen“, sagte er den angehenden Polizisten.

Die Begrüßung in der Aula der Polizeiakademie am Schloßplatz. 

„Warten Sie nicht zu lange mit dem Arbeiten“, forderte Dieter Buskohl die neuen Polizeikommissaranwärter auf. Auch wenn die ersten Klausuren noch in weiter Ferne zu sein scheinen, sollen sich die angehenden Polizisten den Anforderungen zeitnah stellen.

Durchfallquote senken 

Im Jahr 2016 sind 4,7 Prozent der Studieren durchgefallen. 2017 waren es mehr als doppelt so viele. Das sieht der Direktor der Polizeiakademie nicht gerne. Viele Polizisten würden in den kommenden Jahren in Pension gehen. Das Land brauche Nachwuchs. Doch auch der Qualitätsstandard soll gehalten werden. „Unser Anspruch ist es, Sie so auszubilden, dass Sie vom ersten Tag an den Dienst leisten können. Und dabei unterstützen wir sie“, sagte Buskohl.

Am Montagmorgen haben die Anwärter ihre Ernennungsurkunde erhalten. Darunter war auch Meike Brinkmann. Die 19-Jährige ist von Hannover in die Nienburger Innenstadt gezogen.

Sie hat sich bewusst für die Kleinstadt entschieden und fühlt sich auf Anhieb wohl. „Momentan sind das noch viele neue Eindrücke. Ich freue mich schon darauf, dass es so richtig losgeht“, sagte sie. Ein bisschen muss sie sich noch gedulden.

Die neuen Polizeikommissaranwärter Meike Brinkmann und Jan Picknik (links) werden von Studiengruppenleiter Sven Holzschneider während ihrer Ausbildung in Nienburg unterstützt.

Die eigentliche Ausbildung beginnt in der kommenden Woche, erklärt Studiengruppenleiter Sven Holzschneider. Bis dahin gibt es ähnlich wie in anderen Hochschulen eine Orientierungsphase. „Aber ohne Alkohol“, sagt Holzschneider, der sich als Bindeglied zwischen den Studenten und der Verwaltung sieht.

Gute Studienbedingungen in Nienburg 

Zu seinen Schützlingen gehört Jan Picknik. Der 20-Jährige pendelt aus Hespe im Landkreis Schaumburg nach Nienburg. Auch bei ihm stimmt der erste Eindruck: „Ich finde es gut hier.“ Etwas Aufregung sei am ersten Tag dabei gewesen, aber die Atmosphäre sei angenehm entspannt. 

Dieter Buskohl. 

Dieses Gefühl vermittelt auch Buskohl, der zwar immer wieder auf die Herausforderungen der Ausbildung hinweist, aber auch die guten Studienbedingungen erwähnt. Und diese sollen sich noch verbessern. Etwa dadurch, dass ein Mietvertrag mit der Stadt für Räumlichkeiten in der Nordertorschule geschlossen wurde. Außerdem wird in unmittelbarer Nähe eine neue Raumschießanlage errichtet, die der Akademie zum Neuen Jahr zur Verfügung steht. Und wie gewohnt stehen auch diesem Jahrgang erfahrene Trainer zu Seite, versichert Buskohl. Damit aus den Anwärtern gut ausgebildete Polizeikommissare werden.

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