Stadt und CJD wollen Miteinander fördern

Projekt QUINN soll junge Geflüchtete in Nienburg integrieren

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Wollen mit „QUINN“ für eine bessere Integration junger Geflüchteter sorgen: (v.l.n.r.) Valerie Grigat, Christine Kreide und Steffen Hagemann.

Nienburg - Von Janina Stosch. Das Projekt QUINN, das Stadt und CJD ins Leben gerufen haben, soll mit besonderen Angeboten und einem Patennetzwerk die Integration von jungen Geflüchteten in Nienburg verbessern. 

„Junge Geflüchtete leben gern in Nienburg“, sagt Steffen Hagemann, der bei der Stadt Nienburg den Fachbereich Bildung, Soziales und Sport betreut. Nienburg gehört zu den städtischen Kommunen Niedersachsens, die einen relativ hohen Zuzug von Geflüchteten verzeichnen. Das liege vermutlich an den Bildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten, die sich den Geflüchteten hier bieten, sagt Hagemann.

Auf Grund des hohen Zuzugs stellt das Land Niedersachsen über den sogenannten Integrationsfonds Fördermittel zur Verfügung, um die Integration dieser Menschen zu fördern. Die Fördergelder setzt die Stadt für das neue Projekt „QUINN“ (Qualifikation und Integration Netwerk Nienburg) ein. Dieses wird bis Ende 2020 laufen. „QUINN“ soll dabei vor allem junge Erwachsene zwischen 16 und 25 Jahren mit Fluchterfahrung untertsützen. Als Kooperationspartner konnte die Stadt den Jugendmigrationsdienst (JMD) des CJD Nienburg gewinnen. Valerie Grigat, pädagogische Fachkraft beim JMD, betreut die jungen Menschen und arbeitet dabei eng mit Projektleiter Hagemann und Christine Kreide (Stadt) zusammen. 

Sprachförderung, PC-Kurs und Kultur 

„QUINN basiert auf zwei Bausteinen“, erklärt Hagemann. „Der eine umfasst freiwillige, offene Angebote, die der Motivation und dem Förderbedarf unserer Zielgruppe entsprechen.“ Aktuell gehe daher ein Angebot zur Sprachförderung und schulischen Nachhilfe an den Start. Um auch medienpädagogische Inhalte zu vermitteln, wird zukünftig ein PC-Kurs angeboten. Zudem kommen Beratungsangebote sowie kulturelle und Sport- und Freizeitangebote hinzu. Einige werden reglmäßig stattfinden, andere seien eher als Workshops angedacht. „Die QUINN-Angebote stehen dabei jedoch nicht nur den jungen Flüchtlingen zur Verfügung“, betont Kreide. „Die Angebote stehen allen jungen Erwachsenen in Nienburg offen.“ Bei allen Angeboten würde zudem ausschließlich Deutsch gesprochen werden, sagt Kreide. Somit seien die jungen Flüchtlinge „gezwungen“ die Sprache schnellstmöglich zu erlernen. „Sprache ist nunmal ein Schlüssel“, sagt Kreide. „Wenn man sich verständigen kann und auch die anderen versteht, fühlt man sich doch gleich viel wohler.“

Paten als Ratgeber und Begleiter 

Den zweiten Baustein von „QUINN“ bildet ein Patennetzwerk. Dafür sollen zum einen Menschen aus der Zivilgesellschaft und zum anderen aus der Betriebslandschaft Nienburgs gewonnen werden, die sich für einen Geflüchteten im „QUINN“-Projekt als Ratgeber und Begleiter engagieren möchten. Diese sollen ihren „Schützlingen“ nicht nur bei Behördengängen und Bewerbungen für Praktika und Jobs mit Rat und Tat zur Seite stehen, sondern auch gemeinsam mit den Geflüchteten monatliche Treffen mit Grigat wahrnehmen, bei denen der aktuelle Unterstützungsbedarf ermittelt werden soll. Auch gemeinsame Freizeitaktivitäten wären denkbar.

„Ein besonderes Highlight ist unser geplantes eSport-Event, zu dem alle Nienburger natürlich eingeladen sind“, sagt Grigat.

Die ersten beiden Angebote, Sprachförderung und Nachhilfe in Mathematik und Technik, finden immer mittwochs und donnerstags von 16 bis 18 Uhr beim CJD Nienburg statt. Anmeldungen hierfür nimmt Valerie Grigat unter Tel. 05021/971154 oder per Email an valerie.grigat@cjd.de entgegen. Alle, die Interesse an einer Patenschaft haben, können sich bei Steffen Hagemann unter Tel. 05021/87468 oder per Email (s.hagemann@nienburg.de) melden.

Über Aktuelles im Projekt, etwa neue Angebote und deren Zeiten, informiert ab Spätsommer die QUINN-Website.

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