Benzingespräche und Ausfahrten

Quickly-Treffen in Schessinghausen

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Zahlreiche Besitzer von Quickly-Mopeds waren zum Treffen nach Schessinghausen gekommen.

Schessinghausen - Beim alljährlichen Treffen der NSU-Quickly-Fans, das Helmut Knuschke für den Automobilclub (AMC) Nienburg organisierte, standen selbstverständlich die Kult-Mopeds im Vordergrund. Selbst aus Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und sogar aus den Niederlanden waren die Mopedfahrer angereist.

Zu den Stammgästen gehören Nelly und Sjaak Zonrwiter, die aus der Nähe von Rotterdam zum Quickly-Treffen gekommen waren. „Wir nehmen bereits zum vierten Mal teil, weil wir hier fachsimpeln können“, berichten die beiden. Die Gäste aus dem Nachbarland hatten natürlich auch ihre Nostalgiemopeds dabei und waren von den Ausfahrten begeistert. „Wir finden die Umgebung hier sehr schön und verbinden das Treffen mit einem Urlaub“, sagte das Ehepaar.

Im Mittelpunkt des dreitägigen Treffens standen die Benzingespräche und der Austausch von Ersatzteilen. Helmut Knuschke besitzt selber mehrere Quickly-Modelle, die er zum größten Teil selber restauriert hat. 

Viel Erfahrung

Durch die Teilnahme an den „Motor Classics“ in Bremen, wo er seine Schmuckstücke zur Schau stellt und durch den Besuch internationaler Treffen hat sich mittlerweile herumgesprochen, dass der 71-Jährige über fundierte Fachkenntnisse und über ein umfangreiches Ersatzteillager verfügt. Deshalb steht auch er Quickly-Besitzern gerne mit Rat und Tat zur Seite, wenn diese einen fachmännischen Rat benötigen. „Ich freue mich, wenn ich mit meinen Tipps anderen Quickly-Besitzern helfen kann“, erzählt er. 

Auf dem Programm des dreitägigen Treffens stand unter anderem eine Ausfahrt zum Steinhuder Meer. Außerdem waren die Quickly-Liebhaber auch zu einer Stippvisite beim Stockcar-Rennen in Linsburg.

Früher war kein Führerschein nötig

Natürlich kennt Helmut Knuschke die Geschichte der NSU Quickly, die erstmals 1953 auf der Internationalen Motorradausstellung vorgestellt wurde, in- und auswendig. Das Motto von NSU „Nicht mehr laufen – Quickly kaufen“ machte damals Schlagzeilen, denn die Quickly war Steuer und zulassungsfrei, es genügte der Abschluss einer Haftpflichtversicherung. 

„Bis zur späteren Einführung des Führerscheins der Klasse fünf war auch keine Fahrerlaubnis notwendig, die Vollendung des 16. Lebensjahres war ausreichend“, erklärt Helmut Knuschke. In den 60er Jahren sei die Quickly ein beliebtes Fortbewegungsmittel für die Menschen gewesen. „Aufgrund des geringen Kraftstoffverbrauchs entstanden keine hohen Kosten für den Fahrer einer Quickly“, erinnert sich Helmut Knuschke. bia

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