Polizei sucht ergebnislos mit Hubschrauber nach Ursache

Rätselhafte Ölspur auf der Weser im Landkreis Nienburg

Das Schiff der Nienburger Wasserschutzpolizei auf der Weser
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Die Nienburger Wasserschutzpolizei war an dem Einsatz beteiligt.

Über das ganze Wochenende hinweg beschäftigte eine rätselhafte Ölspur auf der Weser Feuerwehrkräfte und Polizei im Landkreis Nienburg. Ein Verursacher konnte bislang nicht gefunden werden.

Landkreis Nienburg - von Luka Spahr. Eine rätselhafte Ölspur auf der Weser hat am Wochenende die Feuerwehr und Polizei in mehreren Orten im Landkreis Nienburg beschäftigt. Gegen 15.30 Uhr am Freitagnachmittag wurde die Feuerwehr Drakenburg zu einer rund 500 Meter langen Ölspur auf der Weser im Bereich der Ravenswiede gerufen. Gemeinsam mit der Wasserschutzpolizei identifizierte sie den Schmierfilm laut Pressemitteilung als Dieselkraftstoff. Daher wurde auch die Untere Wasserbehörde des Landkreises hinzugezogen. Aufgrund der hohen Fließgeschwindigkeit der Weser sei eine Eingrenzung des Ölfilms durch die Feuerwehr nicht möglich gewesen, heißt es seitens der Feuerwehr.

Mehrere Feuerwehren alarmiert

Nur eine halbe Stunde später wurde derweil auch die Nienburger Feuerwehr mit demselben Einsatzstichwort alarmiert. Auch dort war nahe der Weserbrücke ein Ölfilm gesichtet worden. Auf der Suche nach dem Verursacher kontrollierten die Einsatzkräfte den Zulauf des Steinhuder Meerbachs, konnten dort allerdings keine Verunreinigungen feststellen.

Schließlich wurde auch weiter südlich in Landesbergen der Ortsbrandmeister wegen einer Ölspur zur Weser gerufen. Die dortigen Einsatzkräfte brachen ihren Einsatz jedoch ab, denn zwischenzeitig hieß es, die Polizei habe flussaufwärts nahe Schlüsselburg die Ursache für die Ölspur ausfindig machen können.

Suche mit Hubschrauber

Eine Aussage, die die Wasserschutzpolizei in Nienburg auf Nachfrage am Montagnachmittag nicht bestätigt: „Es konnte bislang kein Täter ermittelt werden“, heißt es dort. Wohl aber sei die Recherche zur Ursache des Schmierfilms am Samstag weitergegangen. Um 9.11 Uhr wurde die Wasserschutzpolizei an diesem Tag erneut auf einen Ölfilm an der Weserbrücke hingewiesen. Daraufhin sei ein Hubschrauber hinzugezogen worden, um die Weser zu überfliegen. Bei dem Überflug seien laut Wasserschutzpolizei im nördlichen Stadtgebiet weitere „dünnflüssige“ Ölfelder gesehen worden – unter anderem in einem alten Hafenbecken. Eine konkrete Ursache hätten die Beamten jedoch nicht finden können.

So auch der Stand am Montagnachmittag: Die Ursache des Ölfilms ist weiterhin unklar. Ein Sachbearbeiter bei der Polizei sei nun allerdings damit beauftragt worden, die Schleusendurchgänge im Nienburger Raum zu überprüfen. Das könnte jedoch viel Zeit in Anspruch nehmen – und ein mögliches Schiff als Verursacher dürfte längst über alle Berge sein.

Wasserschutzpolizei: „Mysteriös“ und „eigenartig“

Was die Verschmutzung betrifft, gab eine Mitarbeiterin der Unteren Wasserbehörde jedoch bereits am Freitag Entwarnung. Es müssten keine weiteren Maßnahmen zur Eindämmung der Ölspur getroffen werden.

Auch die Wasserschutzpolizei beruhigt und gibt zu bedenken: Öl ist hartnäckig und haftet auch über längere Zeit an Ufern oder Bojen an. Dort kann es schließlich immer wieder abgetragen werden und neue Ölschlieren hinterlassen, obwohl die Ursache längst behoben ist. Dennoch bezeichnet auch die Wasserschutzspolizei die Ölspur auf der Weser derzeit noch als „mysteriös“ und „eigenartig“.

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