„Wir packen hier für die Welt“

Lebenshilfe schickt Milchprodukte von Frischli aus Rehburg in ferne Länder

22 Männer und Frauen der Lebenshilfe gehören zur Außenarbeitsgruppe unter der Leitung von Halis Caglar Güney und Tobias Tilch.

Rehburg-Loccum - Auf den Malediven und im Libanon, in Taiwan oder Libyen, Vietnam und Singapur – Milchprodukte aus Rehburg sind weltweit in aller Munde. Dass das überhaupt möglich ist, daran haben die Mitglieder einer Außenarbeitsgruppe der Lebenshilfe entscheidenden Anteil.

Vom Frischli-Stammsitz in der Südkreis-Stadt aus treten Joghurt, Shakes, Mischgetränke, Milch, Sahne, Kaffeesahne und Soßen den Weg in ferne Länder an. 22 Männer und Frauen der Lebenshilfe gehören zur Außenarbeitsgruppe unter der Leitung von Halis Caglar Güney und Tobias Tilch. „Wir arbeiten seit mehr als 20 Jahren mit und für Frischli“, sagt Silke Modrow, Leiterin der Betriebsstätte Rehburg. 

Die Arbeiten sind vielfältig: Beispielsweise wird bei jeder einzelne Palette, die den Betrieb erreicht, kontrolliert, ob sie intakt und einsatzbereit ist: „Das sind jeden Tag gut 1000 Paletten“, weiß Gruppenleiter Tobias Kirch. „Wir stellen sicher, dass die Paletten stabil sind und sich nicht wegen irgendeines krummen Nagels später im Lager verhaken, womöglich in acht Metern Höhe unterm Dach.“

Lebenshilfe ist wichtiger Partner

Ein anderer Teil der Arbeitsgruppe kümmert sich um Sonderwünsche ferner Kunden in Bahrein oder China: „Es gibt Konfektionierungen, die lassen sich nicht maschinell packen. Das übernehmen wir.“ Für Frischli ist die Lebenshilfe ein wichtiger Partner, unterstreicht Heinrich Krumwiede, Leiter Versand im Stammwerk: „Wenn diese Truppe nicht da wäre, könnten wir etliche Sonderwünsche nicht erfüllen.“

Das würde mancher Nobel-Koch am Golf, manche Fluggesellschaft und manche chinesische Hausfrau sicher bedauern, denn die Milchprodukte aus Rehburg haben einen guten Ruf. Joghurt, Kaffeesahne und Co. müssen aber in jedem Fall zum Endverbraucher gelangen, und auch dabei spielen die Männer und Frauen der Lebenshilfe eine wichtige Rolle. Halis Caglar Güney: „Die Produkte werden hier in Überseecontainer gepackt. Das sind die 20-Fuß-Container, die jeder kennt. Voll gepackt, wiegen die mehr als 20 Tonnen.“ Zwei davon passen auf einen Lkw, mehr als 10 000 auf ein Schiff.

Eingespieltes Team

Das Vollpacken übernimmt die Außenarbeitsgruppe. „Wir packen für die Welt.“ Bis auf den letzten Kubikzentimeter wird die Metallkiste gefüllt – eine Kunst für sich, und das in einem bemerkenswerten Tempo: „Kalkuliert“, sagt Halis Güney, „sind drei Stunden für einen Container. Wir sind aber ein eingespieltes Team. Wir schaffen das in zwei bis zweieinhalb Stunden.“ Diese Schnelligkeit, das Geleistete und die Anerkennung machen stolz: „Probieren Sie das mal selbst!“, ruft einer der flinken Männer. „Was meinen Sie, was Sie dann abends gut schlafen können.“ „Die Truppe fühlt sich hier sehr wohl!“, weiß Silke Modrow. Und aus den Reihen des Teams heißt es: „Wir bleiben bis zur Rente bei Frischli.“

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