Franke fordert mehr Einsatz und Ideen vom Landkreis

Rehburg-Loccum:  Nahverkehr in der Kritik

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Kommt ein Bus? Oder fährt mal wieder keiner? Der ÖPNV in Rehburg-Loccum ist unzureichend.

Rehburg-Loccum - Von Beate Ney-Janßen. Harsche Worte hatte Rehburg-Loccums Bürgermeister Martin Franke in der jüngsten Ratssitzung für die Fortschreibung des Nahverkehrsplans im Landkreis Nienburg. Ambitionslos, perspektivlos und mutlos nannte er das Papier.

Der Öffentliche Personen-Nahverkehr (ÖPNV) im ländlichen Raum ist ein Problem – das ist eine altbekannte Tatsache. Immer wieder werden Versuche gestartet, diesem Problem punktuell zu Leibe zu rücken. Insbesondere Kommunen, die keinen Bahnanschluss haben, leiden nach wie vor darunter, dass sie zu vielen Zeiten nicht erreicht werden können.

Der fehlende Bahnanschluss – das trifft auf Rehburg-Loccum zu. Innerhalb der fünf Ortsteile sorgt der ehrenamtlich betriebene Bürgerbus werktags für etwas mehr Mobilität und seit rund einem Jahr organisiert die Stadt als Pilotprojekt den sogenannten Jugendbus, der gelegentlich Jugendliche zu Angeboten des Jugendzentrums in Loccum und wieder zurückfährt. Das sind allerdings nur Tropfen auf den heißen Stein und helfen nicht, um aus Rehburg-Loccum heraus und wieder zurück zu kommen.

Die Fortschreibung des Nahverkehrsplans, klagte Franke, sei nichts anderes als eine Fortführung des bereits bestehenden Plans. Von den eingesetzten Bussen gehörten 85 Prozent zum Schülertransport. Zu anderen als den Schulzeiten sei es kaum möglich den ÖPNV zu nutzen. „Wer einen Arzttermin am Nachmittag in Nienburg von einer halben Stunde hat, kann erst drei, vier Stunden später wieder zurück“, sagte Franke – wenn überhaupt noch ein Bus fahre. Jede Form von Ideen, wie die eigentlich gesteckten Ziele erreicht werden könnten, den ÖPNV zu verbessern, fehle ihm an dem Plan.

Ähnlich dem Jugendbus könnten in den Kommunen doch Kleinbusse eingesetzt werden, die womöglich auch mit Rufbereitschaft fahren könnten. Das seien Dinge, die der Landkreis sich zu eigen machen müsse und für die er vom Land auch Geld zur Verfügung gestellt bekomme. In anderen Regionen der Bundesrepublik funktionierten solche Modelle – weshalb dann nicht in Nienburg?

Einsatz erbat sich Franke außerdem vom Landkreis beim leidigen Thema des Tarifs für den Großraum der Region Hannover. Alle Ortsteile Rehburg-Loccums könnten mit dem Großraum-Tarif erreicht werden, sagte er – nur Loccum nicht. „Das erklären sie den Fahrgästen mal, dass sie bis nach Münchehagen mit dieser Fahrkarte kommen – bis nach Loccum dann aber noch einmal zusätzlich bezahlen müssen.“ Auch dafür solle der Landkreis sich einsetzen.

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