Rettungsdienst zieht Bilanz

Der ASB ist in Hoya angekommen

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Sören Gigga (rechts) und Jan Mößinger beim Materialcheck im Rettungswagen.

Hoya - Der Kreisverband Nienburg des Arbeiter-Samariter-Bunds (ASB) ist seit etwas mehr als einem Jahr täglich mit seinen Fahrzeugen in Hoya und der Umgebung präsent. Denn am 1. Januar 2016 übernahm der ASB die Rettungswache an der Von-Kronenfeldt-Straße 78 vom Deutschen Roten Kreuz (DRK). Zeit also für eine Bilanz. In einer Pressemitteilung schildern die Verantwortlichen ihre Wahrnehmung.

Rettungswachenleiter Nico Eickhoff sagt: „Das Team, das sich vor etwas mehr als einem Jahr aus ,alten‘ ASB-Kollegen und neuen Mitarbeitern gebildet hat, hat sich gut eingelebt und zusammengefunden. Viele Abläufe und die Zusammenarbeit mit den Feuerwehren, den Krankenhäusern, der Polizei und den Behörden haben sich eingespielt. Zudem haben sich die Ortskenntnisse unserer Mitarbeiter natürlich weiter verbessert.“ Das Verhältnis zu den Patienten und zur Hoyaer Bevölkerung sei von Anfang an gut gewesen. Es habe sich vor allem durch den Anfang Oktober unter dem Titel „Nachbarschafts-Schnack“ veranstalteten „kleinen Tag der offenen Tür“, zu dem zahlreiche Gäste kamen, noch verbessert.

Auch Jens Sewohl, ASB-Geschäftsführer des Kreisverbands Nienburg, hebt die tolle Wirkung des Tags der offenen Tür hervor: „Die Besucher haben uns sehr viel positives Feedback gegeben. Wir konnten unsere Aufgaben präsentieren und einmal ohne einen Notfall mit der Bevölkerung ins Gespräch kommen. Wir freuen uns auf viele weitere Jahre in Hoya.“ Es werden noch mindestens fünf, denn laut Ausschreibung des Landkreises ist der ASB bis 2021 für den Rettungsdienst im Nordkreis zuständig – mit der Option, den Vertrag danach zweimal um je zwei Jahre zu verlängern.

Nach eigenen Angaben hat der ASB-Kreisverband mit der Übernahme der Hoyaer Rettungswache viele neue Mitarbeiter eingestellt und weitergebildet. Schließlich sei eins der wichtigsten Anliegen des ASB, die stetige Verbesserung der Dienstleistungen zum Wohle der Patienten. „Deswegen verstehen wir die Arbeit am Menschen als einen stetigen Lernprozess, der ständig überprüft und angepasst werden muss“, sagt Sewohl.

Das Team der Rettungswache Hoya bearbeitete im vergangenen Jahr 2 988 Einsätze, das heißt rund acht pro Tag. An der Rettungswache in Hoya sind zwei Rettungswagen (RTW) und ein Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) stationiert. Ein RTW ist zwölf Stunden (9 bis 21 Uhr), der andere 24 Stunden besetzt. Das NEF ist ebenfalls 24 Stunden besetzt (das Auto stellt der ASB, den Notarzt das DRK). Insgesamt legten die drei Fahrzeuge im vergangenen Jahr 151 000 Kilometer bei Einsatzfahrten zurück.

Nachdem für den ASB das erste Jahr in Hoya vor allem dadurch bestimmt war, anzukommen, heimisch und bekannt zu werden, ist eine Zielsetzung für 2017, den Kontakt zu den anderen örtlichen Hilfsorganisationen weiter zu verbessern. „Erste Absprachen für gemeinsame Aktionen mit einer örtlichen Feuerwehr sind bereits getroffen“, teilt Pressesprecherin Anke Diekmann in der Pressemitteilung mit.

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Quelle: kreiszeitung.de

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