TSV Eystrup bietet Trendsportart an 

Parkour: Mit dem richtigen Flow jedes Hindernis überwinden

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Die aktuelle Parkour-Gruppe im TSV Eystrup trainiert immer dienstags und freut sich über weitere Mitglieder.

Eystrup - Von Jana Wohlers. Fast jeder kennt sie, die Bilder und Videos von – zugegeben sehr dynamisch wirkenden – Menschen, die mit scheinbar müheloser Leichtigkeit über hohe Wände springen. Die Landungen hinlegen, bei denen sich der Zuschauer allein vom Anblick den Rücken reiben muss. Das alles geschieht im Rahmen von Parkour. So heißt diese aus Frankreich stammende Trendsportart, die seit ein paar Jahren auch in Deutschland immer mehr Anhänger findet. Im TSV Eystrup kann seit Anfang Februar erlernt werden, was eigentlich mühelos aussieht.

Aber eben auch nur „eigentlich“. Wie so oft im Sport steckt hinter den flüssigen, eindrucksvollen Bewegungen eine Menge Arbeit und Können. „Eigentlich ist Parkour eher Kunst als Sport“, sagt Jonas Lührs. Er ist ausgebildeter Sportassistent und seit Februar in Eystrup Parkour-Trainer. Rund vier Jahre betreibt er die Trendsportart schon, dessen Sportler „Traceure“ genannt werden.

„Für uns ist Jonas Lührs ein richtiger Glücksgriff“, sagt Marja Prettenhofer, zweite Vorsitzende des TSV. „Wir hatten schon mehrfach überlegt, ein solches Angebot zu machen, hatten aber nie die passende Möglichkeit.“

Auch Sportwart Steffen Lühring zeigt sich erfreut über das neue Angebot. „Das ist eine Sportart, die vor allem für Jugendliche sehr interessant ist und eine tolle Abwechslung im Angebot darstellt.“

Unterstützung bekommt Trainer Jonas Lührs von Leonard Lauder. Bis zu 15 Leute sind in der Gruppe. Zu Beginn gibt es ein ordentliches Aufwärmprogramm, denn auf die anspruchsvollen Übungen muss der Körper gut vorbereitet werden. „Wir legen sehr viel Wert auf ein gelenkschonendes Training, es wird der Sprung genau gelernt – mit dem richtigen Abfangen und Abfedern des eigenen Gewichts“, erklärt Lauder.

Nach dem Aufwärmen geht es mit spezielleren Übungen weiter, wie dem „Kong“-Sprung, bei dem der Traceur mit den Beinen voraus springt. Das Training wird auf den individuellen Stand der Teilnehmer angepasst.

Koordination, Konzentration, Körperspannung und Technik

Parkour, das sind viele Bewegungsabläufe, die vor allem Koordination, Konzentration, Körperspannung und die richtige Technik erfordern. „Es ist viel Kopfsache. Die wirkliche Kunst ist es, den eigenen Kopf auszuschalten“, sagt Lührs. „Wer zu viel nachdenkt, bildet keinen Automatismus.“ Dabei bedeutet die Sportart besonders eins: nämlich Spaß zu haben.

Die weltweite Parkour-Gemeinschaft wächst stetig, es gibt zahlreiche offene Treffen, und in den einzelnen Gruppen schließen sich schnell enge Kontakte. Ein Wettbewerbssport ist und wird Parkour aber nicht. „Es geht nicht darum, besser zu sein als andere, sondern selbst Spaß an seinem Sport zu haben und diese Erfahrung mit anderen zu teilen.“

Man treffe auf viele unterschiedliche Menschen, denn Parkour sei ein Sport für jedermann. Wer regelmäßig trainiert, der bekommt irgendwann den „Flow“ – die Bewegungen sehen flüssig, scheinbar mühelos aus. Eine zwei Meter hohe Mauer überwinden ist mit der richtigen Technik dann kein Problem mehr.

Wer sich einmal im Parkour probieren möchte, kann zum Reinschnuppern den Kurs von Jonas Lührs und Leonard Lauder besuchen. Die Teilnehmer trainieren immer dienstags von 20 bis 22 Uhr. Sie sollten mindestens 13 Jahre alt sein. Mit einer Mitgliedschaft im TSV kann der Kurs dauerhaft kostenlos besucht werden.

Quelle: kreiszeitung.de

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